Rastede - „Die Löwen schlafen heute Nacht nicht.“ Es war ein großes „Löwenrudel“, das sich am Dienstag auf der Sportanlage Köttersweg in Rastede einfand, um in den 1. Mai, aber vor allem in das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen zu tanzen. Damals, am 1. Mai 1949, wurde der Fußball-Club (FC) Rastede gegründet. Für die vielen anwesenden Mitglieder des Vereins samt Begleitung Grund genug, den Abend bis in die tiefe Nacht hinein hier zu verbringen.
„Wir wollen feiern“, war das Motto an diesem Dienstagabend für das „Löwenrudel“ (der FC Rastede führt in seinem Wappen einen Löwen). „Deshalb wird es keine Ansprachen geben“, erklärte der Vorsitzende Markus Neumann. Er begrüßte neben den Vereinsmitgliedern auch Vereinsvertreter der anderen örtlichen Sportvereine sowie Bürgermeister Lars Krause, Daniela von Essen vom Kreissportbund (KSB) Ammerland, Dieter Tempel und Manfred Walde vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) und Manfred Knigge vom Niedersächsischen Turnerbund (NTB), Turnkreis Stadt Oldenburg-Ammerland. Als reiner Fußballverein gegründet, kamen im Laufe der Jahre noch die Sparten Tischtennis, Rugby sowie Sport und Fitness dazu. „Es ist nicht unüblich, dass es in Fußballvereinen auch Turngruppen gibt“, merkte Manfred Knigge an. „Das Turnen ist Grundvoraussetzung für weitere Sportarten.“
Auch die 3. Herrenmannschaft des FC Rastede feierte mit. Bild: Erhard Drobinski
In der trüben Zeit
Vor dem „Tanz in das Jubiläum“ ließ Markus Neumann kurz die Vergangenheit Revue passieren. Gegründet wurde der Fußball-Club damals von vielen Vertriebenen, die hier einen neuen Platz fanden. „Der Sport war die Abwechslung in einer trüben Zeit, Fußball das verbindende Glied. Daraus hat sich ein Verein entwickelt, der heute mit die größte Jugendabteilung im Fußball im Ammerland hat.“ Die Nachfrage im Kinder- und Jugendbereich ist zurzeit so groß, „dass wir an den Kapazitätsgrenzen wandeln“, wie es der Vorsitzende beschrieb.
Lob gab es für die Arbeit des Vereins von allen Seiten. Manfred Walde vom NFV, Fußballkreis Jade-Weser-Hunte, hob vor allem das gute Miteinander mit den handelnden Personen des Vereins hervor. „Der Verein ist ein Vorbild in Sachen Zusammenarbeit. Die ehrenamtlich Tätigen, deren Arbeit ausgesprochen teamfähig orientiert ist, bewirken damit viel für den Fußball-Club.“ Die Betreuer der verschiedenen Mannschaften sind dabei „die Seele des Vereins“, so Markus Neumann.
Werte vermitteln
Örtliche Betriebe unterstützen diesen Verein gern, weil hier den Kindern und Jugendlichen verschiedene Werte vermittelt werden, die sie im Leben brauchen. Bürgermeister Lars Krause, dieses Mal nicht als Redner gefordert, fand dennoch die Möglichkeit, dem Vorsitzenden nicht nur ein Präsent zu überreichen, sondern auch noch einmal deutlich zu machen, dass der Umzug des Vereins von der Mühlenstraße zur neuen Sportanlage am Köttersweg dem Fußballverein einen weiteren Schub versetzt hat. „Wenn wir heute die Entwicklung sehen, war das absolut die richtige Entscheidung. Mit seiner Arbeit leistet der Verein einen Beitrag zur Integration von Jung und Alt. Hier sind alle motiviert unterwegs, lassen aber auch die Tradition leben.“
Und dass sie feiern können und auch hier Kondition mitbringen, bewiesen die Gäste beim „Tanz in das Jubiläum“.
