Augustfehn/Kalmar - „Das Ganze soll schon eine einmalige Sache sein“, sagt Bodo ter Haseborg aus Augustfehn. Der begeisterte Hobbysportler hat ein großes Ziel vor Augen, denn der 42-Jährige will erstmals bei einem Wettstreit die Langdistanz im Triathlon absolvieren: Am Samstag, 19. August, tritt Bodo ter Haseborg, der als Verwaltungsangestellter bei der Gemeinde Barßel arbeitet, beim Ironman im schwedischen Kalmer an.
„Ich bin zwar schon 300 Kilometer am Stück mit dem Rad gefahren, bin fünf bis vier Kilometer am Stück geschwommen und auch schon einige Marathons gelaufen, aber die Distanzen für den Ironman am Stück habe ich noch nicht bewältigt. Das will ich erstmals in Kalmar probieren.“ Ein erfolgreiches Abschneiden hänge natürlich auch von seiner Tagesform ab, sagt der Augustfehner, der damit rechnet, dass er die drei Ironman-Disziplinen in gut 12 Stunden schaffe. Innerhalb von 16 Stunden müsse er im Ziel sein, um eine Medaille zu bekommen.
700 Aktive
Zusammen mit rund 700 Athletinnen und Athleten wird Bodo ter Haseborg in Kalmar starten: 3,8 Kilometer müssen dort geschwommen werden, 180,2 Kilometer sind dann mit dem Rad zu fahren und anschießend steht der Marathon über 42,195 Kilometer an. „Das ist schon eine Herausforderung und natürlich wird der Punkt gekommen, wo man nicht mehr weiter will. Aber Triathlons zu bewältigen, hat auch viel mit der mentalen Einstellung zu tun“, ist sich der 42-Jährige sicher. Seine ersten Triathlons über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer Rad fahren und 21 Kilometer laufen) hat der Augustfehner vor Corona erfolgreich absolviert. „Und wenn solche Wettbewerbe gut laufen, dann entwickelt sich über kurz oder lang dann der Gedanke, das Ganze weiter zu steigern und an einem Ironman teilzunehmen.“ Und das werde er nun für den Turnverein Apen tun.
Seit 1994 wird der Kalmar Triathlon (auch Järnman genannt), der einzige Triathlon in Schweden über die Langdistanz, ausgetragen. Angeboten wird er jeweils zwischen Ende Juli und Anfang August. Seitdem die World Triathlon Cooperation 2012 die Lizenz für die Durchführung eines Ironman in Schweden vom bisherigen Organisator übernommen hatte, wird der Wettstreit als Ironman veranstaltet. In diesem Jahr findet er am Samstag, 19. August statt.
Der Wettstreit beginnt mit der Schwimmdistanz über zwei Runden im Kalmarsund (3,8 km). Die Radstrecke über 180,2 km führt über die Ölandbrücke auf die Insel Öland. Nach rund 106 Kilometern geht es zurück nach Kalmar aufs Festland, wo eine zweite, etwa 74 Kilometer lange Runde gefahren wird. Die Laufrunde – der Marathon über 42,195 km – besteht aus einem Drei-Runden-Kursus. Das Ziel ist der Marktplatz von Kalmar.
Ein Kumpel habe ihm die Trainingspläne geschrieben. Zu Spitzenzeiten standen 17 Stunden Training pro Woche an, berichtet der 42-Jährige, der bis zu seinem 33. Lebensjahr Fußball spielte, dann zum Laufen wechselte und schließlich beim Triathlon landete. Vor und nach der Arbeit wurde für Kalmar trainiert und natürlich am Wochenende, wenn keine Wettbewerbe anstanden. Denn auch die – wie zum Beispiel im Juni in Hannover-Limmer – gehörten dazu. Daran gewöhnen musste sich der Augustfehner zudem, beim Training kohlenhydratreiche Gels zu schlucken wie er sie auch beim Ironman zu sich nehmen werde, um genügend Energie zu haben.
Viel unterstützung
„Ohne die Unterstützung von anderen, die Dir zur Seite stehen, sich beispielsweise um das Rad kümmern, oder die mittrainieren und mitlaufen, kann man sich auf einem solchen Wettbewerb wie den Ironman nicht erfolgreich vorbereiten“, sagt Bodo der Haseborg, der seinen Freunden und Sportkollegen für deren Engagement sehr dankbar ist. Der größte Fan, von dem besonders viel Unterstützung erhalten habe und erhalte, sei seine Freundin Svenja Elsen.
Auf nach Schweden
Diesen Mittwoch, 16. August, geht es nach Travemünde und von dort mit der Fähre nach Schweden. Ein paar Tage Skandinavien-Urlaub stünden auch an, bevor am Donnerstag und Freitag die Heimreise angetreten wird.
„Die Teilnahme am Ironman ist dieses Jahr mein sportliches Highlight und ein privates gibt es auch“, verrät Bodo ter Haseborg. Ende Oktober würden seine Freundin und er heiraten. Und wie sieht es mit Plänen für weitere Laufveranstaltungen aus?.
„Die gibt es“, lacht der 42-Jährige, der früher zum Vorbereitungsteam des Aper Mützenlaufes gehörte und zusammen mit Dirk Delger vergangenes Jahr einen Benefizlauf für den krebskranken Jungen Lenny und diesen Februar einen Superhelden-Lauf zugunsten des Ammerland-Hospizes organisierte.
„Der Superhelden-Lauf war etwas Einmaliges, das wollen wir 2024 nicht wiederholen, aber wir haben schone eine andere Idee für eine reizvolle Veranstaltung durch die Gemeinde, an der Läufer, Nordic Walker und Spaziergänger teilnehmen können.“ Das Ganze sei allerdings noch nicht spruchreif.
