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Agrarflächen im Ammerland Bauern müssen mehr für neues Land ackern

Maisernte: Bevor ein Landwirt Pflanzen anbauen kann, muss er erstmal kräftig investieren. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen sind auch im Ammerland enorm gestiegen.

Maisernte: Bevor ein Landwirt Pflanzen anbauen kann, muss er erstmal kräftig investieren. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen sind auch im Ammerland enorm gestiegen.

dpa

Ammerland - Wer ein Grundstück zum Bauen sucht, kennt es. Wer in eine günstige Mietwohnung umziehen will, kennt es auch. Und auch Landwirte können ein Lied davon singen: Die Immobilienpreise steigen und steigen. Allein im vergangenen Jahr haben sich im Ammerland die Preise für landwirtschaftliche Flächen im Schnitt um 13,7 Prozent erhöht.

14 Euro pro Quadratmeter, das klingt erstmal spottbillig. Doch hier ist nicht die Rede von einem super preiswerten Baugrundstück irgendwo in der Pampa und auch nicht von subventionierten Gewerbeflächen – es geht um Ackerland.

Bodenrichtwerte

Der Gutachterausschuss (ehemals Katasteramt) hat für die Agrarflächen in der Region die Bodenrichtwerte neu berechnet.

Dabei kam heraus: Im Landkreis Cloppenburg muss für Ackerland bereits 14 Euro gezahlt werden. Im Ammerland liegen die Preise zwar noch deutlich darunter, doch die Entwicklung ist dramatisch. Seit dem Jahr 2010 sind die Durchschnittspreise für Ackerland im Ammerland um 224 Prozent gestiegen. Und das ist im Vergleich zur Nachbarschaft fast noch günstig. Im Landkreis Oldenburg betrug der Anstieg 240 Prozent, im Kreis Cloppenburg 247 Prozent und in Kreis Vechta sogar 260 Prozent.

Bei Grünland ist der Anstieg im Ammerland ebenso hoch. In der Wesermarsch lag er leicht darüber, im Landkreis Oldenburg leicht darunter.

Teures Edewecht

Trotz der enormen Anstiege ist beim Ackerland das Preisniveau noch weit unter den Kreisen in Süd-Oldenburg.

So liegt der Bodenrichtwert in Edewecht bei 5,40 Euro pro Quadratmeter, zum Teil wird aber auch schon mehr bezahlt.

Es folgt Westerstede mit 4,90 Euro vor Wiefelstede (4,60 Euro) und Apen (4,50 Euro).

Etwas preiswerter sind die Flächen in Bad Zwischenahn (4,30 Euro) und Rastede (4,20 Euro).

Grünland günstiger

Beim Grünland liegt die Spanne zwischen 2,20 Euro (Moor) und drei Euro (Sand). Zwischen den Gemeinden gibt es bei den Bodenrichtwerten nur minimale Unterschiede.

Hier liegt Edewecht mit 2,55 Euro leicht vorn. Für Bad Zwischenahn, Westerstede und Apen gibt der Gutachterausschuss 2,50 Euro an. Für Wiefelstede und Rastede sind es 2,40 Euro.

Mehr Informationen dazu unter:

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland
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