Apen - Im Aper Ortskern auf ihrem Grundstück Am Esch 1 will die Ammerländer Wohnungsbau unter dem Motto „Neues Wohnen im Dorf“ zwei Mehrfamilienhäuser mit Nebengebäuden errichten. Das Bauschild steht bereits. Und wann soll gebaut werden?
Start Ende Mai
„Ende Mai soll es endlich losgehen", sagt Olaf Kunert auf Anfrage der Redaktion. Er arbeitet als Bauingenieur bei der Ammerländer Wohnungsbau. Jedes der neuen Wohnhäuser werde über vier Zwei- und Drei-Zimmer-Mietwohnungen verfügen, die zwischen 50 und 75 Quadratmeter groß sein werden. Interessierte können sich bereits jetzt unter Tel: 04488/846420 auf eine Warteliste setzen lassen. Die Nachfrage dürfte groß sein, denn in Apen mangelt es wie vielerorts an kleineren und bezahlbaren Wohnungen.
Gebaut würden die Aper Häuser nach Rasteder Vorbild: „Wir lassen am Rasteder Friedrichskamp im Baugebiet Südlich Schlosspark IV zwei Mehrfamilienhäuser errichten, die im Spätherbst dieses Jahres fertig sein sollen“, erläutert Kunert. Bei dem Projekt in Apen hoffe man, dass bis zum Winter die Dächer der beiden neuen Häuser dicht seien, so dass anschießend der Innenausbau erfolgen könne und die neuen Aper Wohnungen im Spätherbst 2024 bezugsfertig seien.
Zwei statt vier Häuser
Während einer Sitzung des Aper Bau- und Planungsausschusses im November 2020 hatte Ulrike Petruch, Geschäftsführerin der Ammerländer Wohnungsbau, das Projekt an der Straße Am Esch in Apen bereits vorgestellt. Damals war noch von vier Mehrfamilienhäusern mit jeweils vier Wohnungen und einer Investitionssumme von rund 2,75 Millionen Euro die Rede. Wie Olaf Kunert mitteilte, seien die vier Gebäude auf dem Grundstück jedoch nicht genehmigungsfähig gewesen.
Der Landkreis Ammerland hatte gegen die Urspungsplanung baurechtliche Einwände geltend gemacht. Außerdem kritisierten Nachbarn unter anderem, dass die geplanten Stellplätze im rückwärtigen Bereich angebracht werden sollten und an deren Terrassen- und Gartenseiten grenzten. Die Planung wurde überarbeitet und auf Mehrfamilienhäuser reduziert.
Gemeinden Mitgesellschafter
Ulrike Petruch hatte als Geschäftsführerin der Wohnungsbau seinerzeit im Aper Ausschuss betont, dass auf dem Grundstück in Apen kein Sozialer Wohnungsbau geplant sei und man bei den künftigen Mietern aus allen Einkommensgruppen berücksichtigen wolle. Die Ammerländer Wohnungsbau sei seit langem ein steuerpflichtiges Unternehmen wie jedes andere auch. Auch wenn man Menschen mit geringen Einkünften im Blick habe, engagiere man sich für eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung.
Zu den Gesellschaftern des Unternehmens gehören alle Ammerland-Gemeinden (Apen, Westerstede, Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Wiefelstede), der Landkreis Ammerland sowie zwei Banken (die Landessparkasse zu Oldenburg und die Nord/LB). Die Ammerländer Wohnungsbau verfügt nach eigenen Angaben über etwa 1750 Wohnungen, in der rund 3500 Menschen leben.
