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Anbindung Zwischen Ammerland Und Oldenburg: Grünes Licht für Bus-Verkehr

07.06.2019

Ammerland Einfach mal das Bus-Angebot erweitern – dafür hat es jetzt im zuständigen Wirtschaftsausschuss des Landkreises Ammerland einstimmig grünes Licht gegeben. Damit gab das Gremium seine Zustimmung zur finanziellen Beteiligung in Höhe von rund 113 000 Euro an den Plänen, die ÖPNV-Anbindung der Ammerland-Gemeinden an Oldenburg zu verbessern. Jetzt ist es erst am Kreisausschuss, dann am Kreistag, die finale Entscheidung zu treffen.

Die Pläne waren jüngst – wie berichtet – bereits im Verkehrsausschuss der Stadt Oldenburg vorgestellt worden. Dieser hatte zugestimmt, die Entscheidung des Rates steht noch aus. Landrat Jörg Bensberg zeigte sich im Anschluss an die Beratungen im Wirtschaftsausschuss mehr als einverstanden mit dem Angebot. Zufrieden zitierte er Christof Herr, Geschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN), der den Ausbau des Angebots als „Quantensprung“ bezeichnet habe, dessen Qualität seinesgleichen suche.

Sicher ist: Durch die Erweiterung des Angebots werden künftig knapp 1,4 Millionen Kilometer mehr durch Busse zurückgelegt – und somit mehr Pendlern ermöglicht, vom Auto auf den Bus umzusteigen. Im einzelnen bedeutet dies aus Oldenburg kommend:

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Richtung Wiefelstede

Nach Wiefelstede und zurück soll es künftig zwischen Drielake und Wiefelstede im 30-Minuten-Takt mit stündlicher Verlängerung nach Conneforde gehen. Hierbei erfolgt eine Integration der Regionallinie 330, die meist im 60-Minuten-Takt zwischen Conneforde und dem ZOB unterwegs ist. Ebenso integriert werden die Linien 307 (Drielake – ZOB) und 329 (ZOB – Heidkamp). Macht unterm Strich ein Plus von 436 600 Kilometern.

Richtung Rastede

Die Linie 340 verdoppelt das bisher stündliche Angebot zwischen Rastede und Oldenburg. Integriert werden die Linien 316 (Blankenburg) und 317 (Ikea). Vom Bahnhof Rastede werden die Busse jeweils stündlich nach Jaderberg und nach Wiefelstede verlängert. Damit erhalten auch zahlreiche Wohngebiete in Rastede umsteigefreie, vertaktete Angebote nach Oldenburg.

Für die Stadt Oldenburg ergibt sich erstmalig eine attraktive Anbindung des nördlichen Bereichs der Wilhelmshavener Heerstraße mit den dortigen Gewerbegebieten. Dort soll es künftig durchgehende Angebote auch im Abend- und Wochenendverkehr geben. So wird die Linie 340 rund 538 800 Kilometer mehr schaffen.

Richtung Bad Zwischenahn

Bisher fährt die Linie 350 wochentags stündlich, am Wochenende nur alle zwei Stunden. Diese Linie soll künftig im 30-Minuten-Takt zwischen Oldenburg und Bad Zwischenahn verkehren mit stündlicher Verlängerung nach Westerstede.

Die Linienführung soll an zwei Stellen geändert werden: Der Heiligengeistwall wird künftig in beide Richtungen genutzt. Zudem machen die Busse einen Schlenker über das Famila-Gelände am Posthalterweg. Das hat den Grund, dass die Linie 315, von der sonst jeder zweite Bus weiter nach Wehnen fährt, dann immer bei Famila enden soll. Die 350 übernimmt stattdessen die Weiterfahrt ins Ammerland. Auch hier werden somit mehr Kilometer per Bus zurückgelegt, insgesamt 385 500.

Nach Friedrichsfehn

Heute verkehrt die Linie 329 in ihrem westlichen Abschnitt im 15-Minuten-Takt bis zur Haltestelle „Bloherfelde“. In Richtung Petersfehn besteht tagsüber ein 30-Minuten-Takt. Der Bereich Wildenloh und Eschenplatz wird stündlich angebunden.

Hier sehen die Planungen neben einer Verdichtung auf einen Zehn-Minuten-Takt im Stadtgebiet die Verlängerung der Linienäste von Oldenburg über Petersfehn nach Friedrichsfehn (über die Brüderstraße) bzw. von Oldenburg über Wildenloh nach Friedrichsfehn mit Anbindung des Siedlungsgebietes am Verbindungsweg vor. Sowohl Petersfehn als auch Friedrichsfehn werden dann halbstündlich bedient. Der Fahrplan der Linie 329 ergänzt somit das Angebot der Linie 380.

Die Linie 380 wird weiterhin auf direktem und schnellem Weg von Friedrichsfehn (Haltestellen: Dorfstraße, Brüderstraße und Roter Steinweg) innerhalb von ca. 18 Minuten die Stadtmitte Oldenburgs erreichen. Die 329 startet in Friedrichsfehn an der Schule, schließt das Siedlungsgebiet am Verbindungsweg erstmalig an und schafft eine Verbindung zum Stadtteil Bloherfelde, bevor die Linie am ZOB endet. Mit ca. 34 Minuten ist die Fahrtzeit deutlich länger, übernimmt aber die Feinerschließung der Siedlungsgebiete.

Kosten und Planung

Geht alles glatt, könnte der Fahrplanwechsel zum 15. Dezember 2019 erfolgen. Die Laufzeit ist auf zwei Jahre angelegt, also bis 2021. Durch die geplante Angebotsverbesserung entstehen laut Vorlage für den Landkreis Kosten in Höhe von besagten 113 000 Euro. Ebenfalls je 113 000 Euro zahlen die Stadt Oldenburg sowie gemeinsam die Gemeinden Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede und Wiefelstede (je 28 300 Euro). Die Touren werden von unterschiedlichen Unternehmen gefahren.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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