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Krisentelefon und Beratungsstelle im Ammerland Hilfe für Familien unter großem Druck

Ammerland - Die Angebote der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern im Ammerland stehen auch im Corona-Lockdown zur Verfügung. „In den letzten Monaten haben immer wieder Eltern oder auch Jugendliche bei uns angerufen und nachgefragt, ob die Beratungsstelle überhaupt geöffnet sei. Deshalb weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass weiterhin Termine direkt vor Ort unter Einhaltung der Hygienevorschriften wahrgenommen werden können. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Beratung per Videokonferenz durchzuführen“, erklärt Ansgar Melter, Diplom-Pädagoge und Leiter der Beratungsstelle.

Belastende Situation

Der Diplom-Psychologe Werner Folkers weiß, dass die andauernden Corona-Einschränkungen enorm belasten: „Viele Eltern stehen unter großem Druck. Der Familienalltag in Coronazeiten ist belastend, insbesondere das Homeschooling. Auch Kinder und Jugendliche sind psychisch stark unter Druck, was zu mehr Spannungen im Zusammenleben führt; als Folge davon nehmen Ängste, Einsamkeit und depressive Verstimmungen zu. Gespräche mit der Beratungsstelle können dann weiterhelfen und für Entlastung sorgen.“

Das Angebot der Beratungsstelle steht Kindern, Jugendlichen und Eltern im Ammerland kostenlos zur Verfügung. Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht. Termine gibt es unter t   0 44 88/56 59 00 sowie beratungstelle@ammerland.de.

Doch nicht nur bei der Beratungsstelle werden Termine nachgefragt, auch das Krisen- und Sorgentelefon wird genutzt. Bereits im Dezember hatte sich – wie berichtet – gezeigt, dass vermehrt Menschen anrufen, die sich bereits in schwierigen Lebenssituationen befinden und durch die Corona-Regeln noch stärker unter Druck geraten. Zu den Gründen zählt, dass „der gesunde und entlastende Austausch mit anderen Menschen erschwert ist oder sogar wegfällt, die eigene Einsamkeit noch schwerer und lähmender erlebt wird und kritische Lebenslagen im Zuge dessen noch aussichtsloser erscheinen können“, hatte damals Diplom-Pädagogin Monika Rieck ausgeführt, die ebenfalls mit im Team der Familienberatungsstelle arbeitet. „Die lange Dauer dieser Pandemie wird von vielen als sehr zermürbend und schwer aushaltbar empfunden und geschildert, zumal auch persönliche Ressourcen merkbar weniger verfügbar sind und ausgleichende Erlebnisse und Unternehmungen entfallen.“

Das Krisentelefon-Team besteht neben den fachlichen Begleitern Rieck und Folkers aus Ehrenamtlichen. Diese sind täglich von 14 bis 22 Uhr kostenfrei unter t  08 00/ 2 62 22 26 erreichbar.

24 Stunden erreichbar

Neben den Beratungsstellen im Landkreis Ammerland gibt es die allgemeine Telefonseelsorge, die 24 Stunden am Tag kostenfrei unter t   08 00/1 11 01 11 und t   08 00/1 11 02 22 kontaktiert werden kann. Chat- und Mailberatung wird übrigens auch angeboten, und zwar über der Website

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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