Ammerland - Discotheken und Bars haben schön länger die Möglichkeit, die 2G-Regel anzuwenden und dadurch Maskenpflicht und Abstandsregelungen fallen zu lassen. Dasselbe gilt 2G seit Dienstag auch für weitere Bereiche, beispielsweise für die Gastronomie. Die Verantwortlichen können sich nun dazu entscheiden, nur noch geimpften oder genesenen Personen Zutritt zu gewähren. Dann fallen auch hier Abstandsregeln und Maskenpflicht weg. Doch wie kommt die neue Corona-Verordnung an, und wer setzt sie um? Unsere Redaktion hat bei den Gastronomen und Geschäftsleuten im Ammerland nachgefragt.
Schokoladenhotel Voss
Bernd Voss, Geschäftsführer des Schokoladenhotels Voss in Westerstede, möchte – solange die 2G-Regel nur eine Option ist – weiterhin auch Gäste empfangen, die nicht geimpft oder genesen, sondern lediglich getestet sind. „Wir möchten niemanden ausschließen“, sagt er. Zudem sei die Gastronomie sehr kleinteilig, es gebe viele verschiedene Bereiche. In einigen Bereichen sei die Umsetzung der 2G-Regel sinnvoller als in anderen. „Wenn zum Beispiel Veranstaltungsgastronomen sich dafür entscheiden, kann ich das voll und ganz nachvollziehen“, sagt Bernd Voss. Gastronomen müssten schauen, wie sie ihren Betrieb so normal wie möglich führen können, ohne große Verluste zu erwirtschaften. „Für unseren Bereich möchten wir daher erstmal die 3G-Regel beibehalten“, sagt der Geschäftsführer.
Fehntjer Fischhuus
Auch das Fehntjer Fischhuus in Augustfehn wird bei der 3G-Regel bleiben. „Wir sind ein kleiner Laden, viele kommen nur schnell zum Essen vorbei, bleiben nicht lange oder holen etwas raus“, berichtet Angelika Schmidt, Lebensgefährtin des Inhabers. Es gebe also viel Laufkundschaft. Bei der 2G-Regel würden zu viele Gäste verloren gehen. So lange es möglich ist, haben hier also auch weiterhin getestete Personen Zutritt.
Restaurant Magou
Beim Restaurant und Café Magou in Bad Zwischenahn wird ebenfalls erst einmal die 3G-Regel beibehalten. Auch hier möchte man laut Inhaber Ulf Hethey niemanden ausschließen. Zusätzlich möchte er Rücksicht auf Mitarbeiter nehmen, die bisher noch nicht geimpft sind. Genau so wie im Restaurant wird es in der gegenüberliegenden „Kleinen Kneipe“ gehandhabt, die Ulf Hethey ebenfalls betreibt. „Allerdings werde ich das Ganze kritisch beobachten und schauen, wie viel Sinn es macht, bei 3G zu bleiben“, sagt er. Denn sowohl im Restaurant als auch in der Kneipe gäbe es schon jetzt kaum noch Gäste, die nicht geimpft oder genesen sind.
Disco Tange
Die Disco Tange in Apen hat bereits vor einigen Wochen die 2G-Regel eingeführt. „Das läuft hier super, besser als vorher mit 3G“, berichtet Besitzer Boris Mennenga. Die Zielgruppe, die die Disco besucht, hätte keine Lust zu feiern, wenn sie die Abstandsregeln einhalten und beim Tanzen eine Maske tragen muss. Das zeigte auch eine Umfrage, die der Discobetreiber in den sozialen Netzwerken gestartet hat. Ein Großteil der Teilnehmer hat sich hierbei für die 2G-Regel in der Disco ausgesprochen. „Natürlich gibt es auch immer negative Stimmen, aber seitdem die 2G-Regel gilt, haben sich die Besucherzahlen enorm gesteigert“, sagt Boris Mennenga. Am Eingang wird streng kontrolliert, wer die Disco betreten darf. „Zusätzlich müssen sich alle über die Luca-App einchecken, zwecks Kontaktnachverfolgung“, sagt Boris Mennenga.
