Ammerland - Nach wie vor scheiden sich die Geister an dem Wald am ehemaligen Westersteder Bahnhof. Auch der Verein Naturschutzgemeinschaft Ammerland hat sich zu dem Thema geäußert. Man sei entsetzt darüber, dass Pläne am historischen Bahnhof in Westerstede vorsehen, den Wald zu entfernen und die Fläche zu bebauen, wie Uwe Riegel, der dem Verein angehört, mitteilt. Denn dort gäbe es Bäume, heimische Sträucher und zum Teil auch dichtes Gestrüpp, das insbesondere Vogelarten Schutz gewährt. „Gerade in der heutigen Zeit, in der viele vom Klimawandel reden, Kinder und Jugendliche freitags für schnellere Klimaziele demonstrieren und ein beängstigten Rückgang der Insekten zu verzeichnen ist, soll wieder ein einzigartiger Naturraum am Stadtrand verschwinden“, so Riegel weiter. Die Naturschutzgemeinschaft schließe sich daher der Ratsfraktion der Grünen an und plädiere für den Erhalt dieses gewachsenen Baumbestandes. In vielen Städten habe man Lärmschutzzäune entlang der Umgehungsstraßen bauen müssen. „Wir haben bisher diesen kleinen Wald! Der passt besser zu einer ,Gesundheitsstadt im Grünen‘ als Wände aus Stein und Beton“, argumentiert Riegel. Der kleine Wald sei zudem ortsbildprägend. Dass der Naturraum vielen Menschen am Herzen läge, könne man an den Leserbriefen in der NWZ sehen.
„Im Moment ist der historische Bahnhof umgeben und abgeschirmt von Bäumen. Wie würde sich diese Bild wandeln, wenn sich hohe Bauten an beiden Seiten erheben?“, fragt Riege. Der Verein hoffe, dass die Ratsmitglieder einen weisen Entschluss zugunsten der Natur und vieler Bürger fassen und das gesamte Gelände unbebaut lassen.
