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Serie „ammerländer Sportmomente“ Erfolgsgeschichte beginnt im Jahr 1998

Manfred Hollmann

Ammerland - „Es lebe der Sport“, so erklang es beim Festabend in Godensholt im März 2015, als sich Apens Bürgermeister Matthias Huber bei seiner Begrüßungsrede auch als Sangeskünstler präsentierte. Das kam natürlich gut an und die Gäste waren gleich in bester Stimmung. Gute Laune herrschte auch zuletzt bei der Sport-Gala in der Eisenhütte in Augustfehn. Dort wurde bereits die 22. Ausgabe der Sportlerwahl im Ammerland gefeiert. Verschleißerscheinungen waren dabei nicht zu bemerken.

Das Gemeinschaftsprojekt von Kreissportbund und NWZ wurde 1998 aus der Taufe gehoben. Was damals bereits in anderen Landkreisen seit einiger Zeit zum regelmäßigen Sportkalender gehörte, sollte nun auch im Ammerland starten. Bedenkenträger und Kritiker gab es jedoch schon früh. In einigen Jahren würden uns die Kandidaten ausgehen, hieß es, so ein relativ kleiner Sportkreis hätte doch gar nicht genügend leistungsstarke Sportler und Sportlerinnen. In Oldenburg sei das anders mit den vielen Spitzenathleten. Der damalige Kreissportbundvorsitzende Rolf Griepenkerl wollte zudem auch ältere, verdiente Sportfunktionäre mit solch einer Aktion ehren.

Umstrittene Liste

Die Liste von Kandidaten zur ersten Wahl, die im Januar 1999 veröffentlicht wurde, war dann auch sehr umstritten. Darauf standen neben einigen Routiniers vor allem junge Aktive zur Auswahl, die noch am Anfang ihrer Karriere standen. Die setzten sich schließlich in der Gunst der Wähler auch durch. Es waren die Boßelerin Maike Kaiser, Tischtennisspieler Jan Stöckmann und die C-Junioren-Volleyballer der TSG Westerstede.

Das Konzept, sowohl junge aufstrebende Aktive als auch ältere verdiente Sportler und Sportlerinnen und herausragende Leistungen gleichermaßen zu berücksichtigen ging in den nächsten Jahren voll auf. „Wir wollen mit der Aktion die gesamte Vielfalt im Ammerland sowohl im Breiten- als auch im Spitzensport darstellen“, erklärte einmal Hero Eiben, der jetzige Ehrenvorsitzende des Kreissportbunds. Dabei sollten, wenn möglich, Aktive aus allen sechs Ammerland-Gemeinden berücksichtigt werden, was durchaus nicht immer einfach war. Doch die Sportlerwahl wurde von den Lesern der NWZ gut angenommen. In den Jahren stiegen die Teilnehmerzahlen kontinuierlich an.

Besonders zeigten die Wahlen auch auf, dass Sport eben nicht nur die klassischen Disziplinen wie Fußball, Handball oder Leichtathletik umfasst, sondern weitaus mehr ist. Allein dreimal gewann Malin Herbertz vom Budo Dojo Rastede in der Disziplin Karate. Sie konnte damit auch als bisher einzige Aktive den Wanderpokal behalten. Im Jahr 2013 setzte sich mit dem Team der Oberschule Augustfehn eine Mannschaft durch, welche die in Deutschland eher selten vorkommende Disziplin des Mädchen-Rugbys erfolgreich ausübte.

Beliebte Exoten

Ebenfalls ein wenig exotisch war die Nominierung einer Kegel-Mannschaft der Mädchen vom SKV Ammerland im Jahre 2004. Das A-Juniorenteam belegte bei den Niedersachsensmeisterschaften immerhin Rang drei. Auch ein Sportabzeichen-Aktiver kam zu Ehren: Arend-Jürgen Knüpling aus Bad Zwischenahn wurde für seine 50. erfolgreiche Prüfung nominiert. Knüpling war einer der ersten, der in Deutschland nach dem Krieg regelmäßig an den Sportabzeichenprüfungen teilnahm.

Es gab auch zahlreiche Aktive, die weit über den Landkreis hinaus sportliche Bedeutung hatten. Tennis-Profi Vivien Heisen aus Wiefelstede wurde 2009 Sportlerin des Jahres im Ammerland und auch die derzeit erfolgreiche Profi-Golferin Esther Henseleit vom Golfclub am Meer Bad Zwischenahn gehörte im Jahre 2011 zu den Nominierten. Die Leichtathletin Josina Papenfuß von der TSG Westerstede, bereits zweimal Sportlerin des Jahres, steht kurz vor einer nationalen Karriere. Bei den Teams holten auch schon zwei Mannschaften aus der zweiten Bundesliga jeweils den Titel – die Handballer vom VfL Edewecht und die Volleyballer der VSG Ammerland.

Mit Leichtathlet Heiner Lüers zum zweiten Mal gewann in diesem Jahr wieder ein Routinier den Titel und bei den Frauen mit Boßelerin Marion Reuter und den B-Junioren-Boßelern vom BV Spohle setzten sich junge, aufstrebende Sportler durch. Das ursprüngliche Konzept der Ammerländer Sportlerwahl stimmt nach wie vor.

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