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Flohmarkt: Viel los in Rastede 300 Händler locken zum „Schlossfloh“

Erhard Drobinski
Bummeln, feilschen, klönen: Beim „Schlossfloh“ in Rastede war viel los.

Bummeln, feilschen, klönen: Beim „Schlossfloh“ in Rastede war viel los.

Ammerland - Etwas Geduld müssen die Besucher am Sonntag mitbringen, um auf dem Rasteder Turnierplatz den Flohmarkt besuchen zu können. An den fünf Zugängen haben die Veranstalter Kassen eingerichtet, um vor dem Betreten des Platzes zwei Euro Eintritt zu verlangen. Das führt dazu, dass sich längere Schlangen bilden, was von den Besuchern aber klaglos hingenommen wird.

Auflagen

„Es ist nur ein kontrollierter Zugang zur Veranstaltungsfläche möglich“, erklärt Edu Knagge vom „Schlossfloh“ Oldenburg als Organisator. „Der Eintritt ist nötig, weil wir aufgrund der Vorlagen des Gesundheitsamtes wesentlich mehr Personal einsetzen müssen. So ist auf dem gesamten Gelände das Tragen von Masken Pflicht.“

Die Besucher sehen diese Neuerung nicht ganz so kritisch. Carola und Michael Tholen, die aus dem Cloppenburger Raum nach Rastede gekommen sind, bewerten den Eintrittspreis eher symbolisch. „Es ist nachvollziehbar und gerechtfertigt, wenn dadurch mehr Sicherheit geschaffen wird“, erklären beide.

Sie sind neugierig und schauen sich die Angebote der über 300 Händler an. Etwas Bestimmtes suchen sie nicht. Was sie begeistert, ist das Ambiente. „Der Platz ist weitläufig, hier herrscht nicht das Gedränge wie auf anderen Flohmärkten. Und drumherum nur Natur“, gewinnt Carola Tholen dem „Schlossfloh“ nur positive Seiten ab. Endlich findet wieder etwas „Normalität“ statt. „Wenn wir mit unserem Flohmarkt dazu beitragen können, dass Menschen wieder etwas mehr erleben können, haben wir doch vieles erreicht“, so Edu Knagge.

Abwechslung

Die besondere Atmosphäre begeistert auch andere. Anika Rohbeck bietet Haushaltswaren, Deko-Artikel und Spielzeug an. „Wir sind zum ersten Mal hier, um Sachen zu verkaufen. Weil wir umziehen, wurde einiges aussortiert. Bevor es möglicherweise weggeworfen wird, schauen wir, ob andere diese Sachen gebrauchen können.“ So sind auch Dekorationen für den Garten zu finden, für die sich eine Besucherin interessiert. In jedem Fall wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, Sachen auf dem Flohmarkt zum Verkauf anzubieten. „Es macht einfach Spaß, das Geld verdienen steht an zweiter Stelle.“

So sieht es auch Familie Unger aus Oldenburg. Sie sind ebenfalls zum ersten Mal in Rastede dabei. „Jeder ist froh, dass es wieder weitergeht. Und es ist schön, hier Freunde und andere Aussteller zu treffen.“ Die Familie Unger verkauft ein- bis zweimal im Jahr Sachen wie Bekleidung oder Spiele auf Flohmärkten. „Das Interesse der Besucher ist da. Mit dem Verlauf sind wir bisher sehr zufrieden“, ziehen sie ein erstes positives Fazit.

Verständnis

Das macht auch Fynn Deeken aus Bad Zwischenahn, allerdings auf die Besucher und deren Verhalten im Umgang mit den Corona-Vorgaben bezogen. Er wurde gefragt, ob er beim Flohmarkt mithelfen könne, was er sehr gern macht. Am frühen Morgen wird er bei der Zuweisung der Stellplätze eingesetzt, danach kontrolliert er auf dem Gelände das Tragen der Schutzmasken. „Die Leute sind meistens verständnisvoll und nehmen diese kleine Einschränkung in Kauf. Sie sind froh, dass sie wieder einen Flohmarkt besuchen können“, sagt Deeken.

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