Ammerland - Schönheit ist keine Frage des Alters. Dass das auf jeden Fall auch für so manche Immobilie im Ammerland gilt, wird spätestens anlässlich des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 12. September, unter Beweis gestellt. Bundesweit können fast 4000 historische Bauwerke und Veranstaltungen besucht werden. Im Ammerland sind es sechs, die in den Fokus rücken.
Ofener Kirche
Als Gesamtkunstwerk aus der Zeit des Historismus wird die Ofener Kirche betitelt. Der rote Backsteinbau hat eine kreuzförmigen Grundriss und farbige Glasfenster. Das Innere der Kirche besticht durch eine einheitliche, qualitätsvolle neugotische Gesamtausstattung. Kanzel und der von einem großen Kruzifix überragte Altar bilden den Mittelpunkt. Wie das ausschaut, kann am Denkmalstag zwischen 12 und 17 Uhr im Gotteshaus an der Kirchstraße 9 in Ofen in Erfahrung gebracht werden.
Querensteder Mühle
1798 begannen die Planungen für die Querensteder Mühle an der Querensteder Straße 13. Im Jahr 1802 wurde sie in Betrieb genommen – und wurde im Laufe der Zeit gleich dreimal ein Opfer der Flammen und einmal im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz wurde die Mühle immer wieder in Stand gesetzt, so dass sie noch heute steht. Der Querensteder Mühlenverein freut sich am Denkmaltag auf zahlreiche Besucher, die – unter Beachtung der 3-G-Regel – zwischen 11 und 17 Uhr vorbeischauen.
Gut Buttel
Das „Gut Buttel“, urkundlich erwähnt 1275, liegt am Geestrand des Ammerlandes zur Wesermarsch in der Gemeinde Rastede. Ein Einzelhof am Butteler Weg 121, eingebettet in einen Park mit alten Eichen und Buchen, der anlässlich des Denkmaltags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden kann.
Altes Kurhaus
Eine bewegte Geschichte hat derweil schon das Alte Kurhaus, Auf dem Hohen Ufer 20, hinter sich. Im Jahre 1874 von Ludwig Klingenberg als Kurhaus erbaut, steht es direkt am Zwischenahner Meer. 1895 wurde es zu einem Sanatorium, im Zweiten Weltkrieg dann zu einem Lazarett, bevor von 1945 bis 1949 die Alliierten das Gebäude unter anderem zum Casino umfunktionierten. Ein erneuter Klinikbetrieb setze von 1950 bis 1997 ein. Heute jedoch finden sich in dem Gebäude die Touristik, die „bibliothek am meer“ und das Gemeindearchiv. Allerlei spannende Geschichten erfahren Interessierte von 15 bis 16 Uhr vor Ort im Spiegelsaal. Das Gebäude ist ab 12 Uhr zugänglich.
Haus Reitmeyer
Als Vierständer-Hallenhaus wird derweil das Haus Reitmeyer bezeichnet, das sich an der Buchenstraße 8 in Rastede befindet. Von 9 bis 18 Uhr können Interessierte hier mehr über das historische Gebäude von 1842 erfahren, das in den vergangenen Jahren umfangreich restauriert wurde.
St.-Ulrichs-Kirche
Die im Jahr 1059 gestiftete St.-Ulrichs-Kirche am Denkmalsplatz in Rastede schmücken verschiedene Ausstattungsstücke: der romanische Taufstein von 1250, der Deckel des Tischgrabes (1420), die von Ludwig Münstermann geschaffene Kanzel (1612), das von Lucretia de Saint Simon gestaltete barocke Altarretabel (1636) und das Epitaph von 1662, ein Gedenkstein. Ein besonderes Kleinod der Kirche ist die Krypta, doch auch die bemalte Holzbalkendecke von 1696 ist ein Hingucker. Besichtigungen sind in Begleitung von Gästeführerinnen möglich.
