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Handball-Spielbetrieb stockt Zwischen Skepsis und Verständnis

Ammerland - Sie dürfen eigentlich spielen, viele tun es aber nicht: Der Blick auf die Spielpläne der Handball-Ligen seit dem angepeilten Neustart Mitte Januar 2022 sieht trostlos aus. In den meisten Ligen unterhalb der Oberligen wurden nur die wenigsten der angesetzten Partien ausgetragen. Auch die Vereine aus dem Ammerland sehen das Handballspielen in der momentanen Corona-Situation eher skeptisch.

VfL Rastede

In der Landesliga Nordwest-Staffel, in der auch die Männer des VfL Rastede antreten, wurde in diesem Jahr noch keine einzige Partie ausgetragen. „Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende Februar auch kein Punktspiel mehr bestreiten werden“, sagt Ronald Zange, der Trainer der Rasteder. Er und sein Team hoffen, dass sie am 26. Februar beim TV Schiffdorf wieder antreten können.

Bis dahin will die Mannschaft zwar regelmäßig trainieren, aber in Rücksprache mit den Kontrahenten keine Punktspiele austragen. „Wir machen uns viele Gedanken über die momentane Situation. Mein Co-Trainer Sascha Arzenscheg und ich sitzen aber nur mit der Maske am Spielfeldrand. Die Entscheidung müssen die Spieler treffen“, betont Zange. Und obwohl fast die gesamte Mannschaft bereits geboostert ist, überwiegt die Skepsis. Es gehe um Verantwortungsbewusstsein. Niemand wolle seinem Arbeitgeber mitteilen müssen, dass man sich eine Corona-Infektion beim Handball geholt habe, weiß Zange.

Die Entscheidung, die Spiele momentan nach hinten zu verlegen und dafür auch anstrengende Wochen am Saisonende in Kauf zu nehmen, haben die Rasteder bewusst getroffen – auch, weil es die sportliche Situation zulässt. „Wir stehen im Mittelfeld der Liga. Im Normalfall können wir Schiffdorf keine Konkurrenz um den Titel machen, sollten aber auch mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun bekommen“, sagt Zange.

Die Regelung des Handballverbands Niedersachsen (HVN) findet der VfL-Trainer gut: „So können sich die Handballer alle Möglichkeiten offen halten. Keiner wird zum Spielen gezwungen, die Partien können kostenfrei verlegt werden. Und wer spielen möchte, der kann es tun, wenn es der Gegner genauso sieht.“

VfL Edewecht

Ihr letztes Spiel haben die Edewechter A-Junioren in der Landesliga Mitte November ausgetragen. Seitdem wartet das Team auf seinen nächsten Einsatz. „Wir würden gerne spielen. Bei uns sind zum Glück mittlerweile alle Spieler geboostert. Aber momentan ist es wirklich frustrierend für die Jungs. Man bereitet sich auf ein Spiel vor und dann wird es immer wieder kurzfristig abgesagt. Das demotiviert“, sagt VfL-Trainer Knut Trepper.

Er hätte sich vom HVN eine klarere Ansage gewünscht: „Eigentlich hat doch jeder bereits gewusst, dass es in der Omikron-Welle schwierig werden würde, Mitte Januar wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. Vielleicht wäre eine länger angeordnete Winterpause, wie es sie in anderen Sportarten gibt, besser gewesen“, sagt Trepper.

Der Edewechter Coach schaut zudem mit sorgenvollem Blick auf den Spielplan. Bisher hat sein Team erst sechs von 16 zu absolvierenden Partien ausgetragen. Bis Ende Mai haben die Teams dafür noch Zeit. „Irgendwann muss es auch wieder weitergehen. Sonst kriegen wir die Spiele nicht mehr nachgeholt“, gibt Trepper zu Bedenken. Er könne aber gut nachvollziehen, wenn Mannschaften in der momentanen Situation nicht zu den Punktspielen antreten wollen.

Ob seine Mannschaft, die seit Mitte Januar fleißig für ihr Comeback trainiert, an diesem Sonntag im Einsatz sein wird, ist auch noch offen. Angesetzt ist das Heimspiel um 15.30 Uhr in der Heinz-zu-Jührden-Sporthalle in Edewecht gegen die HG Jever/Schortens erst einmal.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland
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