Westerstede - Die Ammerlandallee in Westerstede könnte im Bereich von der Autobahn 28 bis zur Prikker-Kreuzung noch in diesem Jahr saniert werden. Im Fokus der Arbeiten wird dann die Prikker-Kreuzung stehen – der Knotenpunkt Ammerlandallee/Wilhelm-Geiler-Straße/Oldenburger Straße. Hier soll es umfassende Maßnahmen geben, unter anderem, um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu verbessern. Das hat die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage mitgeteilt.
Zwei Überquerungen
„Die eigentliche Hauptmaßnahme ist die Sanierung von Teilen der Ammerlandallee, genauer die Fahrbahnerneuerung von der Autobahnabfahrt bis zur Prikker-Kreuzung“, teilt Dr. Inka Bodmann von der Behörde mit. In diesem Rahmen sei auch der Um- und Ausbau der Ampelkreuzung geplant.
Die Prikker-Kreuzung gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, hier geht es unter anderem in Richtung Bad Zwischenahn, in Richtung Innenstadt, in Richtung Hössensportzentrum und natürlich auch in Richtung Autobahn 28.
An der Kreuzung soll die bestehende Ampelanlage erweitert werden. „Dazu sollen zwei weitere signalisierte Furten eingerichtet werden, um die Lücke zur westlichen Nebenanlage in der Wilhelm-Geiler-Straße zu schließen“, heißt es seitens der Landesbehörde. Was damit gemeint ist: Der Fuß- und Radweg aus Richtung Westersteder Innenstadt wird auf der Seite der Werkstatt und des Autoteilevertriebs WAV verlängert bis zur Prikker-Kreuzung.
Hier soll es kurz vor der Kreuzung in der Wilhelm-Geiler-Straße eine Überquerung auf die Ostseite geben. Außerdem gibt es eine Überquerung über die Ammerlandallee, damit der Radweg in Richtung Ocholt/Apen erreicht werden kann. Hier gibt es dann sogenannte Signalgeber auf Masten, die sind an die eigentliche Ampel der Kreuzung angebunden. „Dadurch sollen die Radfahrer- und Fußgängerströme gerade in der Hauptverkehrszeit deutlich entzerrt werden“, so Bodmann.
Wie Rolf Hinrichs, Bauamtsleiter der Stadt Westerstede, außerdem berichtet, soll dadurch eine bislang „exotische Regelung“, was den Radverkehr aus der Innenstadt kommend betrifft, verbessert werden. Denn offiziell werden Radfahrer bisher über die sozusagen „falsche“ Fahrbahnseite zur Prikker-Kreuzung geführt. Einige Gruppen fahren aber trotzdem rechtsseitig und müssen dann auf Höhe WAV-Werkstatt feststellen, dass sie nicht ohne Weiteres die Fahrbahnseite wechseln können. Das soll dann bald der Vergangenheit angehören.
Außerdem soll der Verkehr gerade in den Morgenstunden aus Richtung Ocholt/Apen besser geregelt werden. Deshalb wird aus Ocholt kommend eine Rechtsabbiegerspur in Richtung Bad Zwischenahn gebaut. „Hierzu finden derzeit noch Abstimmungen zwischen der Landesbehörde und der Stadt Westerstede statt“, heißt es. Insgesamt soll der Knotenpunkt deutlich leistungsfähiger werden.
Kein Kreisel
Detaillierte Informationen, wann es losgehen soll und mit welchen Einschränkungen im Verkehr zu rechnen ist, kann die Landesbehörde noch nicht liefern. Hierzu befinde man sich derzeit noch in Abstimmungen und wolle rechtzeitig darüber informieren.
Aber soviel kann schon mitgeteilt werden: „Vorbehaltlich der Zurverfügungstellung der benötigten Landeshaushaltsmittel soll das Vorhaben noch in diesem Jahr beginnen.“ Was damit auch endgültig erledigt sein dürfte: Seit Jahren wurde immer wieder mal ein Kreisverkehr ins Gespräch gebracht. Einen Prikker-Kreisel in Westerstede wird es aber nun wohl nicht mehr geben.
