Zum „Bückeleeten“ hatte der Verein „Begegnungsstätte Heinrich Kunst“ am Donnerstagabend eingeladen. Zahlreiche Mitglieder kamen, um grüne Heringe zu braten.
„Das Bückeleeten ist eine uralte Ammerländer Tradition“, sagte Dr. Dieter Thierfeld, Vorsitzender des Vereins. „Früher wurden Salzheringe zum Trocknen in einen Kamin gehängt und danach mit Hilfe einer Zange über dem Feuer gebraten.“ Am Donnerstag wurden die Fische im Heinrich-Kunst-Haus ein wenig anders zubereitet. Die 60 gewürzten Heringe wurden nicht vorher getrocknet, sondern nur kurz trocken getupft. Anschließend wurden sie mit einer speziellen Zange über dem Feuer im Kamin gebraten. Die Zangen hatte vor einigen Jahren Georg Rohde aus Rastede angefertigt, der ebenfalls am Donnerstag dabei war.
„Früher haben viele Krüge im Ammerland Bückeleeten angeboten“, sagte Thierfeld. Heute sei das unter anderem noch im Hörner Krug in Wiefelstede möglich. Auch wurde früher „Heet un Sööt“ dazu gereicht, ein heißes, süßes Bier. Bier gab es im Heinrich-Kunst-Haus auch, aber das wurde kalt getrunken.
