Apen - Der Großteil der Planungen ist erledigt, die Verträge mit den 15 Bands sind unterschrieben, nun heißt es abwarten. „Wir sind auch jetzt im Lockdown optimistisch, dass ApenAir am 29. Mai stattfinden kann“, sagt Stephan Bruns, der zusammen mit Antje Meyer und Jörg Plöhn zu den Organisatoren des Punkrockfestivals gehört.
„Wir hoffen, dass bis Ende Mai viele Menschen geimpft sind, Großveranstaltungen wieder ermöglicht werden und wir ApenAir in diesem Jahr wieder anbieten können.“
2020 fand in Apen kein Punkrockfestival statt. „Coronabedingt hätten wir ApenAir wie zahlreiche andere Großveranstaltungen ohnehin absagen müssen“, so Stephan Bruns weiter. Aber er, Antje Meyer und Jörg Plöhn hatten schon 2019 geplant, 2020 zu pausieren, um Neues vorzubereiten.
Mehr Planung
Denn am alten Standort – dem Aper Festungsgelände – wurde es wegen der nahen Bebauung durch das neue Wohngebiet Hornkamp zunehmend schwieriger, das Festival zu veranstalten. Deshalb suchte das Organisatorenteam nach Alternativen. 400 bis 500 Meter Luftlinie vom Festungsgelände liegt nun das neue. Eine große Wiese am Lonnenweg am Ortsrand von Apen Richtung Godensholt soll künftig alljährlich zum Festivalgelände werden,
Ein Gelände im Außenbereich – das bedeutete jedoch mehr Aufwand und wesentlich mehr Vorarbeiten. Während am alten Standort die Infrastruktur in großen Teilen bereits vorhanden ist, muss die Fläche am Lonnenweg erst einmal festivalgerecht hergerichtet werden. So seien auch die Antragsunterlagen umfangreicher, weil man sich z.B. Gedanken um mehr Rettungs- und Fluchtwege machen müsse. Auch der Aufbau wäre aufwendiger als am Festungsgelände. Doch das sei alles zu meistern, man stehe schon seit längerem in engem Austausch mit den Behörden.
Der neue Platz am Aper Ortsrand beinhalte viele neue Möglichkeiten, betont Stephan Bruns. So könne man künftig statt bislang 2500 bis zu 5000 Gäste empfangen. Angestrebt würden jedoch 3000 bis 4000 Besucher.
Camping ermöglichen
„Wir haben auch mehr Parkflächen als am Aper Festungsgelände zur Verfügung und können sogar künftig auch Übernachtungsmöglichkeiten auf einem Festival-Campingplatz anbiete. Campen am Festivalgelände – das hatten zahlreiche Punkrockfans aus den verschiedenen Bundesländern in den vergangenen Jahren immer wieder angeregt. Nun plane man Gästen mit langerer Anreise zu ermöglichen, freitags anzureisen, samstags das Festival zu genießen und sonntags wieder nach Hause zu fahren.
Projekte unterstützen
Vorgestellt werden sollen beim ApenAir am Lonnenweg übrigens auch Hilfsprojekte, die das Organisatorenteam des Festivals unterstützt. So bieten die Aper für den guten Zweck immer wieder Versteigerungen im Internet an.
Karten für das Punkrockfestival können online bereits gebucht werden. Das Apen Air Tagesticket kostet 35 Euro plus drei Euro Systemgebühr.
Um auch zahlreichen Fans aus der ganzen Region die Möglichkeit zu geben, für kleines Geld nach Apen zum Punkrockfestival zu gelangen, soll wieder ein Busshuttle-Service angeboten werden. Aus Ostfriesland (Emden/Leer und Aurich) sowie aus Oldenburg und Wilhelmshaven fahren Busse nach Apen und zurück. Die Bustickets müssen separat bestellt werden. Zusätzliche Gebühren fallen nicht an, nur der reine Busticket-Preis muss bezahlt werden.
Meistbietend verkauft wurden Krawatten, die Christian Stracke und Susanne Adebar aus Emden seit Beginn der Corona-Pandemie aus Bierdosen und Aufklebern diverser Bands produzieren. Der Erlös kommt der Stuttgarter Hilfsorganisation Stelp zu gute, die bedürftige Menschen auf drei Kontinenten unterstützt.
