Apen - „Wir sind sehr froh, dass sich so viele Menschen an unserer Befragung beteiligt haben, nun haben wir eine noch bessere Grundlage für die Seniorenarbeit in der Gemeinde. Schließlich darf man nicht vergessen, dass die Generation 60 plus rund 28 Prozent der Aper Bevölkerung ausmacht, Tendenz steigend“, sagt Apens Seniorenbeauftragter Eberhart Hoffmann.
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Wer hatte die Befragung veranlasst |
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Auf Initiative des Seniorenbeauftragten und des Aper Seniorenbeirates und mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung waren im Spätsommer 300 Menschen der Generation 60 plus zu verschiedenen Themen befragt worden. Die Ergebnisse dieser Fragebogenaktion, die unter dem Motto „Lebenswert ins Alter“ stand, wurden während der jüngsten Sitzung des Aper Sozialausschusses vorgestellt. Das hatte ein Mitarbeiter des Planungsbüros NWP in Oldenburg übernommen, das die Befragung ausgewertet hatte.
Groß war der Anteil derjenigen, die die Fragebogen vollständig oder in Teilen ausfüllten (ausgewertet wurden alle Angaben). 300 Personen waren angeschrieben worden, 252 hatten geantwortet. Die meisten der Befragten leben in einem Haushalt mit zwei Personen (112) oder allein (42). 100 der Befragten gaben an, dass ihre Kinder in der Nähe lebten, bei 47 leben die Söhne und Töchter weiter entfernt.
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Reichen die Angaben für eine Auswertung |
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„Näher ausgewertet wissen möchte ich die Finanzsituation der Befragten. Es ist schließlich ein großer Unterschied, ob einer allein von einem Monatseinkommen lebt oder gleich mehrere und ob es sich um Menschen im Berufsleben oder um Rentner handelt. So bekommen wir auch Erkenntnisse über Altersarmut“, so Eberhart Hoffmann. 52 Befragte hätten angegeben, dass sie über monatlich mehr als 2000 Euro verfügen, 36 über ein Einkommen von 1500 bis 2000 Euro, 50 über Gelder zwischen 1000 und 1500 Euro und 23 über weniger als 1000 Euro.
Zwölf Fragen enthält der Bogen, der an 300 Menschen über 60 Jahre aus allen Bauerschaften der Gemeinde geschickt wurde. Ausgewählt wurden die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip. Dabei ging es um allgemeine Information (wie Alter, Geschlecht, Kinder), um die Finanzen (monatliches Einkommen), um das Thema Gesundheit (Gesundheitszustand, Leistungen der Pflegeversicherung, Beweglichkeit bei Tätigkeiten) und um die eigene Mobilität.
Gefragt wurde auch nach der Wohnsituation (die jetzige und eine künftige) sowie Angeboten in der Nähe des Zuhauses (Ärzte, Apotheken, Einkaufsmöglichkeiten). Beantworten sollten die Teilnehmer auch die Frage, welche zusätzlichen Service-Leistungen für Ältere angeboten werden sollten (Haushaltshilfen, Verpflegung). Ferner sollte man sich dazu äußern, wer den Befragten im Alltag hilft, ob sie ausreichend soziale Kontakte haben und wie zufrieden die Befragten mit dem Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten in der Gemeinde sind. Angeben konnten die Befragten auch, zu welchen Themen (Testament, Hilfen im Alter) regelmäßig Veranstaltungen angeboten werden sollten.
Auffällig war, dass mehr als zwei Drittel der Befragten (135) angaben, in einem eigenen Haus zu wohnen. Gefragt nach der Wohnform im Alter, erklärten 43 Befragte, dass ein Wohnungswechsel für sie nicht in Betracht käme, 40 erwägten diesen, 12, nur wenn das nicht zu teuer wär. Deutlich wurde auch, dass sich viele keine Gedanken über eine Wohnform in der Zukunft gemacht hätten (68) oder zu wenig darüber wüssten (31).
„Wir würden gern zu diesem und anderen gewünschten Themen wie Hilfen im Alter, Erben und Vererben, Patientenverfügung Veranstaltungen anbieten, können es aber coronabedingt derzeit nicht“, so Eberhart Hoffmann. Wer Hilfe und Unterstützung – zu welchem Thema auch immer – benötige, soll sich bei der Seniorenvertretung melden, wir helfen weiter.“
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Wofür werden die Daten benötigt |
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Die Ergebnisse der Befragungsaktion sollen zusammen mit Aper Zahlen, Daten und Fakten aus dem Seniorenplan des Landkreises Ammerland zu einem eigenen Aper Seniorenplan verarbeitet werden. Dieser solle, so Eberhard Hoffmann, dann zur Grundlage für politische Entscheidungen bei Seniorenthemen in der Gemeinde Apen werden.
Wie Bürgermeister Matthias Huber sagte, sei man in vielen Bereichen, die Senioren beträfen, in der Gemeinde gut aufgestellt. Doch auch manches sei noch zu verbessern. Mobilität auf dem Lande, Barrierefreiheit und seniorengerechtes Wohnen seien schon seit langem wichtige Themen. In Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung, Vereinen und Verbänden und Senioren könne man vieles bewirken.
