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Entwicklung der Gemeinde Apen Neue Ideen für Leader-Fehngebiet gefragt

Neue überdachte Wartebereiche und Treffpunkte am Übergang über die Gleise: Diese Gebäude lässt die Gemeinde beim Regionalbahnhof Augustfehn herrichten und erhält dafür Gelder aus dem Programm Leader-Fehngebiet.

Neue überdachte Wartebereiche und Treffpunkte am Übergang über die Gleise: Diese Gebäude lässt die Gemeinde beim Regionalbahnhof Augustfehn herrichten und erhält dafür Gelder aus dem Programm Leader-Fehngebiet.

Apen - Haben Sie schon einmal etwas vom Leader-Fehngebiet gehört? Dazu gehören in Ostfriesland die Gemeinde Großefehn und die Stadt Wiesmoor, vier Ortsteile der Gemeinde Ihlow, die zwei Samtgemeinden Hesel und Jümme, die Gemeinden Uplengen, Ostrhauderfehn und Rhauderfehn, das cloppenburgische Barßel und Apen, das als eine einzige Gemeinde im Landkreis inmitten der Parklandschaft Ammerland und dem ostfriesischen Fehngebiet liegt.

Stark profitiert

Apen hat in den vergangenen Jahren stark vom Leader-Programm profitiert. „Leader“ ist eine Abkürzung und steht für „Liasons entre actions développment de l`économie ruale“ (franz.), was übersetzt soviel heißt wie „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Leader ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, das seit 1991 dazu beitragen will, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten, das Miteinander zu stärken und die Zukunftsfähigkeit von Dörfern zu sichern.

Mehr als Brücken

„Leader ist weit mehr als ein Förderungsprogramm für Brücken, auch wenn man diese mit dem Fehngebiet verbindet“, sagt Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl. Gleichwohl habe die Gemeinde Apen, die 2001 zu den Gründungsmitgliedern der Lokalen Aktionsgruppe Leader-Fehngebiet gehörte, mehrfach bei Brückenbauten profitiert. Bewilligt würden im Regelfall 50 Prozent der Kosten für Projekte. So habe man 2008/2009 für die Bokeler Brücke 186 000 Euro als Zuschuss erhalten, die Gesamtkosten betrugen 385 000 Euro. 2013 bekam die Gemeinde eine Leaderförderung von 84 000 Euro für die Kramerbrücke (Gesamtkosten: 180 000 Euro) und 2017 für die Hajo-Fimmen-Brücke 190 000 Euro (Gesamtkosten: 442 000 Euro). Doch nicht nur bei Brückenprojekten gab es und gibt es Geld: „Der Turnverein Apen erhält aus der Leader-Förderung 7 000 Euro für die Einrichtung seiner neuen Bewegungs- und Begegnungsstätte“, berichtet Rosendahl und auch ein Projekt am Bahnhof Augustfehn, der für die ganze Region von hoher Bedeutung sei, werde mit Leader-Mitteln unterstützt. „Wir sind unseren Partnern sehr dankbar, dass Apen Leader-Gelder für zwei moderne Wartebereiche und Treffpunkte bei der neuen Treppen- und Fahrstuhlanlage am Regionalbahnhof erhält, der ja derzeit barrierefrei ausgebaut wird“, so der Bauamtsleiter. Der Zuschuss werde sich auf rund 183 000 Euro von geschätzten 407 000 Euro Gesamtkosten belaufen.

Mitmachen

Leader ist ein besonderes Förderprogramm, denn es lebt durch das Engagement der Menschen in der jeweiligen Region. Sogenannte Lokale Aktionsgruppen erarbeiten vor Ort Entwicklungskonzepte. Ein solches neues regionales Entwicklungskonzept, das maßgeschneidert für das Leader-Fehngebiet ist, soll nun für die neue Förderperiode von 2023 bis 2027 entstehen. Gefragt sind dabei viele Ideen und Vorschläge, die jedoch nicht nur aus Politik und Verwaltung kommen sollen, sondern vor allem von den Menschen in der jeweiligen Region.

Auch die Aper sind aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten. Wie kann man die Gemeinde als Mitglied des Leader-Fehngebiets bzw. das gesamte Fehngebiet mit zukunftsfähigen, nachhaltigen Projekten weiter entwickeln? lautet die Frage. „Gemeinsam auf zu neuen Ufern – Zukunft aktiv gestalten“ heißt das Motto einer (Online-) Befragung, die noch bis diesen Sonntag, 5. Dezember, läuft.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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