Apen - Herbstzeit – Marktzeit. Eigentlich hätte von diesem Freitag, 23. Oktober, bis nächsten Montag, 26. Oktober, der Aper Herbstmarkt mit einem bunten Programm stattfinden sollen. Doch im Spätsommer wurde die Veranstaltung coronabedingt abgesagt.
Alte Bekannte kommen
Kein Besuch von Ritter Herborg zur Markteröffnung, kein Pferde-Karussell vor dem Rathaus, keine anderen Fahrgeschäfte und Buden im Ortskern und kein Festzelt auf dem Marktplatz, wo auch ein zünftiges Grünkohlessen geplant war. Doch einen Hauch von Markt-Atomsphäre wird es in den nächsten Tagen dennoch in Apen geben: Zu den eigentlichen Markttagen – von Freitag bis Montag – bietet die Schaustellerfamilie Rabenberg aus dem ostfriesischen Holterfehn frische Berliner an. Ihr Stand steht vor dem Aper Rathaus und öffnet von diesem Freitag bis nächsten Montag jeweils von 13 bis 18 Uhr. Seit 75 Jahren ist die Schaustellerfamilie Rabenberg mit ihrer Reisekonditorei bereits zu Gast auf dem Aper Herbstmarkt, um ihre Leckereien nach altem Rezept zu verkaufen.
Apropos verkaufen: Nicht nur Berliner hätten dieses Wochenende angeboten werden sollen. Geplant war, dass an diesem Sonntag, 25. Oktober, auch zwei große Betriebe im nahen Aper Gewerbegebiet öffnen: Möbel Eilers und Hoklartherm.
Doch auch der verkaufsoffene Sonntag wurde abgesagt. „Bei den steigenden Corona-Zahlen im Ammerland wollen wir das Risiko nicht eingehen“, hieß es aus der Geschäftsführungen beider Unternehmen.
„Zu uns kommen auch zu verkaufsoffenen Sonntagen Menschen aus der ganzen Region, was uns sehr freut“, sagt Lilly Büker von Möbel Eilers. Jetzt gehörten zu den Ammerländer Nachkreisen auch Risikogebiete und da müsse man noch vorsichtiger sein. Im großen Möbelhaus wäre es kein Problem, die coronabedingten Abstände einzuhalten. Doch auf dem zum Haus gehörenden Weihnachtsmarkt, den ohnehin zeitgleich nur 20 Personen besuchten dürften (was unwillkürlich auch zu Wartezeiten führe), sei das kaum zu gewährleisten.
Erste Auswirkungen
Auch wenn das Ammerland zu den Landkreisen mit vergleichsweise relativ wenig nachgewiesenen Corona-Infektionen gehöre, spüre die heimische Wirtschaft die Auswirkungen von weltweit steigenden Corona-Zahlen bereits. „Bei internationalen Geschäftspartnern, die heute fast jedes Unternehmen hat, bleibt es nicht aus, dass es wieder zu Lieferengpässen kommt“, so Lilly Büker. Zwei unserer Partner, zwei polnische Polsterfabriken, mussten aufgrund von Corona-Fällen unter den Mitarbeitern schließen“, so die Geschäftsführerin. Möbelbestellungen dauerten derzeit wieder länger.
Probleme mit Abstand
Probleme, die coronabedingten Abstände einzuhalten, nennt auch Gerrit Wermter, Geschäftsführer der Firma Hoklartherm als Grund für den Verzicht auf den verkaufsoffenen Sonntag. In der Ausstellung im Außenbereich sei das Abstandhalten schon möglich, bei der Indoor-Ausstellung sähe man Probleme.
Einen verkaufsoffenen Sonntag hat es im Corona-Jahr 2020 in Apen gegeben. Ende September öffneten im Gewerbegebiet die Großbetriebe Möbel Eilers und Hoklartherm. Ein weiterer Termin für sonntägliches Shoppen ist dieses Jahr nicht mehr geplant.
