Apen - „Es gibt Situationen im Leben, da weiß man genau, was man zu tun hat und dass man diese Chance nutzen muss“, sagt Klaus Bruhn und lacht. Ein Handschlag war es, durch den sich für ihn ein Traum erfüllte. Der Aper wurde Schlossbesitzer – Mitbesitzer eines Schlosses in Mecklenburg-Vorpommern.
Seit 20 Jahren zieht es den 56-Jährigen immer wieder in die Region südlich von Rostock. „Die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz sind fantastische Naturlandschaften mit viel Wasser und einer beeindruckenden Flora und Fauna. Dort kann man wunderbar entspannen. Ich bin so begeistert von der Region, dass ich dort seit zehn Jahren auch ein eigenes Jagdrevier habe und mich 2018 nach einer Wohnung umsah.“ Diese sollte nicht weiter als 25 Kilometer vom Jagdrevier am Malchiner See entfernt sein und als Feriendomizil für die Familie bzw. als Unterkunft während seiner Jagdurlaube dienen.
Termin beim Herzog
„Durch Zufall bin ich auf Schloss Lelkendorf südwestlich vom Kummerower See gestoßen. Dort wurden Eigentumswohnungen als Rohbauwohnungen angeboten.“ Spontan hat Klaus Bruhn einen Besichtigungstermin vereinbart. Baron Joachim von Levetzow habe ihn freundlich begrüßt und ihm das Schloss gezeigt. Dieses befand sich als Lehnsgut von 1225 bis 1945 immer im Besitz der Familie von Levetzow, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wende zum Staatsbesitz der DDR gehörte und als Schule, Kindergarten, Gasthaus, Rathaus und Poststelle genutzt wurde. 1991 kaufte die Familie das Schloss zurück, sanierte es grundlegend und verwandelte es in eine Eigentums-Wohnanlage. Angeboten wurde Klaus Bruhn eine etwa 75 Quadratmeter große Wohnung über zwei Etagen mit acht Gauben im Dachgeschoss.
Nach Ulrichshusen
„Die Wohnungen – 18 gibt es und 15 Eigentümer – sind nach Schlössern aus der Nachbarschaft benannt. Diejenige, die ich gekauft habe, heißt Ulrichshusen. Dort hatten wir – welch’ ein Zufall – 2000 den ersten Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verbracht.“
Schloss Lelkendorf liegt etwa 50 Kilometer südlich von Rostock inmitten der Seenplatte der Mecklenburgischen Schweiz. Das Schloss, dessen Grundmauern aus dem Jahr 1225 stammen, gehört zu den ältesten Herrensitzen in Mecklenburg-Vorpommern. Vom Schlossturm blickt man bis zum Kummerower See sowie auf den zum Schloss gehörenden Park mit 30 000 m² Fläche.
Als der Aper die Räume gesehen hatte, stand für Klaus Bruhn fest, dass er kauft. Von Anfang an hatte er klare Vorstellungen, wie er die Schlosswohnung herrichten wollte. Ein schiefer Schornstein und die alten Holzbalken aus der Zeit kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, als das Schloss von Wallensteins Truppen niedergebrannt worden war und im Renaissancestil wieder aufgebaut wurde, beeindruckten den Diplom-Ingenieur besonders. Per Handschlag wurde der Kauf besiegelt, im Januar 2019 war der Notartermin.
Klaus Bruhn plante, befreundete Handwerker übernahmen den Ausbau und koordinierten alles. Während der Bauphase gab es täglich mehrere Telefonate.
Weitere Kosten
Einen hohen fünfstelligen Betrag hat die Wohnung gekostet, die selbe Summe musste nochmals investiert werden. Folgekosten gibt es für Bruhn als Mitglied der Eigentümergemeinschaft ebenfalls, nun müssen 700 Quadratmeter Dach erneuert werden. Weil er seine Schlossleidenschaft mit anderen teilen will, vermietet der Aper auch seine Wohnung. Kontakt:
