Apen - „Ich persönlich glaube, dass die Briefwahl ein Trend ist und dass unabhängig von Corona auch bei den kommenden Wahlen mehr Menschen als bisher davon Gebrauch machen“, sagt Henning Jürgens, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Apen. Hatten sich bei der Kommunalwahl 2016 rund 1000 Wahlberechtigte von 9434 für eine Briefwahl entschieden, so sind es bei der Kommunalwahl 2021 bereits über 1800. Wahlberechtigt sind diesmal 9883 Frauen und Männer. Bis Sonntag, 18 Uhr, können die ausgefüllten Briefwahlunterlagen noch bei der Gemeinde abgegeben werden.
14 Urnenwahllokale
Den erwarteten Ansturm bei der Briefwahl wird dadurch Rechnung getragen, dass die Gemeinde die Zahl der Briefwahllokale von zwei auf sechs erhöhte. Sie befinden sich alle im Aper Schulzentrum. Darüber hinaus gibt es noch 14 Urnenwahllokale. Erstmals wird in Godensholt in der Sporthalle gewählt (bislang Gasthof Rothenburg). Kein Wahllokal mehr ist diesmal die ehemalige Grundschule Am Stahlwerk in Augustfehn II (jetzige Familienzentrum), stattdessen geht es ins Schützenhaus. Wie schon bei der Bürgermeisterwahl vor zwei Jahren wird in Vreschen-Bokel erneut in der Feuerwehr gewählt, bislang war es das Dörpshus Bokeler School.
79 Bewerber
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Das gilt diesmal für die Wahl des Gemeinderats umso mehr: Kandidierten vor fünf Jahren 60 Frauen und Männer für einen Sitz im Gemeinderat, so sind es diesmal 79. Acht Parteien und Wählergemeinschaften bewerben sich um die 28 Gemeinderatssitze. Stärkste Fraktion im neuen Rat, der am 1. November seine Arbeit aufnimmt, wollen sowohl die SPD als auch die UWG werden, die jeweils 24 Kandidatinnen und Kandidaten stellen. 16 Bewerberinnen und Bewerber gibt es bei der CDU, sechs bei den Grünen, jeweils drei bei den Linken und der Freien Wählergemeinschaft „Wir Ammerländer für Apen“, zwei bei der FDP und ein Bewerber bei der Partei Liberal-Konservative Reformer.
Viele Helfer
Damit die Wahl in Apen stattfinden kann, werden viele helfende Hände benötigt: 148 Wahlhelfer – 24 mehr als vor fünf Jahren – sind diesmal im Einsatz und darüber hinaus rund zehn Mitarbeiter im Rathaus.
Wer sich für den Wahlausgang interessiert, kann (geimpft, genesen oder getestet) am Sonntag ab 18 Uhr ins Rathaus kommen oder sich auch im Internet informieren (www.apen.de).
