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Kommunalwahlen in der Gemeinde Apen UWG knackt rote Bastion Apen

Gebannt verfolgten sie die Ergebnisse der Kommunalwahl und freuten sich über das  hervorragende Ergebnis: die Kandidatinnen und Kandidaten der UWG.

Gebannt verfolgten sie die Ergebnisse der Kommunalwahl und freuten sich über das hervorragende Ergebnis: die Kandidatinnen und Kandidaten der UWG.

Apen - Sie hat es geschafft: Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) ist der klare Sieger bei der Gemeinderatswahl in Apen: Sie wurde die stärkste politische Kraft und stürmte die rote Bastion Apen. Sonntagabend um 23.53 Uhr, als alle 20 Wahllokale ausgezählt waren, stand das vorläufige Wahlergebnis fest: Die UWG landete bei 43,11 Prozent. Die SPD lag da bereits abgeschlagen bei 25,96 Prozent der Stimmen. Dafür verloren die Sozialdemokraten in ihrer Hochburg weiterhin an Zustimmung. Hatte die SPD bei der Kommunalwahl 2011 47,2 Prozent (13 Sitze) erhalten, so waren es vor fünf Jahren 34,10 Prozent und jetzt nochmals fast zehn Prozent weniger.

Dicht auf den Fersen

Bei der Kommunalwahl 2016 war die UWG der SPD bereits auf den Fersen gewesen. Knapp hatten sich die Sozialdemokraten, die zehn Sitze erzielten, damals gegenüber der Wählergemeinschaft, die neun Sitze bekam, durchsetzen können. In der bis Ende Oktober noch laufenden Wahlperiode bilden die Sozialdemokraten mit der CDU die Mehrheitsgruppe. Die UWG indes verbesserte sich bei den Kommunalwahlen in den vergangenen Jahrzehnten stetig, 2016 erzielte sie 32,01 Prozent, jetzt über zehn Prozent mehr.

Drittstärkste Partei wurde wie 2016 die CDU. Sie hat diesmal 16,45 Prozent der Stimmen erhalten und verlor gegenüber der Kommunalwahl sechs Prozent (2016: 22,42 Prozent).

Zitterpartie für FDP

Die Grünen, die in anderen Kommunen zulegten, konnten ihr Ergebnis nicht halten: Hatten sie 2016 noch 6,15 Prozent der Stimmen erzielt, waren es diesmal etwas weniger, und zwar 6,11 Prozent. Auch die Linke, die in der auslaufenden Wahlperiode bereits dem Rat angehört, konnte wieder punkten und stellt ein Ratsmitglied. Zur Zitterpartie wurde es, ob die FDP nach langer Pause wieder in den Gemeinderat einziehen kann: Schließlich konnten die Liberalen mit 2,63 Prozent der Stimmen (2016: 1,50 Prozent) einen Sitz ergattern.

Die kleineren Parteien, die erstmals bei einer Kommunalwahl in Apen teilnahmen, blieben weit hinter ihren Erwartungen zurück: Die Freie Wählergemeinschaft „Wir Ammerländer“ bekam 1,47 Prozent der Stimmen, die Partei Liberal-Konservative Reformer 0,57 Prozent.

Langer Wahlabend

Die Gemeinderatswahl wurde auch in Apen als letztes ausgezählt, 20.21 Uhr lag das erste Ergebnis aus einem Wahllokal vor, um 23.53 kam das letzte Ergebnis. Zunächst hatte die zahlreichen Wahlhelfer sich der Landratswahl gewidmet: Karin Harms, die von SPD, Grünen und UWG unterstützt wurde, erhielt 60,68 Prozent der Stimmen, Jens Nacke (CDU) 30,46 Prozent und Dirk Hooymann (Die Linke) 8,85 Prozent.

Als Zweites war die Wahl zum Kreistag ausgewertet worden. Am meisten Stimmen konnte bei der Kreistagswahl aus der Gemeinde Apen auch die UWG erzielten (30,55 Prozent), die die SPD knapp auf Platz 2 verwies (29,18 Prozent). Die CDU landete auf 19,81 Prozent, die Grünen auf 7,79 Prozent. Für die AfD entschieden sich 4,12 Prozent der Aper Wähler, für die FDP 3,21 Prozent, für die Linke 3,61 Prozent und für die Freie Wählergemeinschaft „Wir Ammerländer“ 1,73 Prozent.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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