Apen - Was haben ein Hund in einer Badewanne, drei Sportler und eine Schilfbank gemeinsam? Sie sind die Motive der drei neuen Skulpturen, die in der Gemeinde Apen im Rahmen der Aktion „Aper Lieblingsorte“ aufgestellt wurden. Damit erweitert sich die Ansammlung der Stahlkunstwerke auf 13. Zwei werden noch dazu kommen, bevor dann auch die neu geplante Fahrradroute Lieblingsorte mit ihren Haltepunkten vollständig ist.
15 Lieblingsorte
Bei den „Aper Lieblingsorten“ handelt es sich um 15 besonders schöne Punkte innerhalb der Gemeinde. Diese Orte wurden aus 60 Vorschlägen der Aper Bevölkerung ausgesucht. Das Ganze ist ein Projekt der Dorferneuerung, in das Apen aufgenommen wurde.
Was alle Lieblingsorte verbindet, sind jeweils thematisch passende Stahlskulpturen, die vom Oldenburger Künstler Jörg Ridderbusch und seiner Lebensgefährtin Ilona Schumacher angefertigt werden. Als gemeinsames Merkmal ist an jedem Kunstwerk eine kleine Weltkugel zu erkennen.
Die drei neuesten Werke sind auf die Orte Aperberg, Hengstforde und Augustfehn verteilt. Gegenüber von Möbel Eilers steht an der
Einfahrt zum Untersten Weg nun eine vier Meter hohe Stahlkonstruktion in den Aper Gemeindefarben Rot und Blau. Übereinander können die Betrachter drei Sportler erblicken. Eine Läuferin, ein Radfahrer sowie ein Boßeler präsentieren jenen Ortspunkt. „Sie repräsentieren die drei Freizeitsportarten, die hier ausgeübt werden“, erläutert Künstler Ridderbusch mit einem Augenzwinkern. „Der Unterste Weg wird dadurch von zwei Stahlkonstruktionen eingerahmt. Hier durch die Skulptur und auf der Augustfehner Seite des Weges von der großen Brücke.“
Neue Schilfbank
An der alten Staaßen-Brücke – dort wo der Augustfehn-Kanal in das Aper Tief mündet – lädt eine neue Schilfbank zum Verweilen ein. Mit Blick auf das Naturschutzgebiet stellt dieser Ort direkt am Deich laut Apen Touristik einen der beliebtesten Plätze der Gemeinde dar. Die neue Stahl-Schilfbank spiegele hier, wie Künstler Ridderbusch sagt, zudem die heimische Flora wider, da ihre Gestaltung Lehnen aus Schilf sowie Sitzflächen aus Sumpfdotterblumen aufweist. Das finde sich ebenso in der umliegenden Landschaft.
Hund in der Wanne
Etwas noch Ausgefalleneres gibt es am Hengstforder Freibad zu bestaunen. Die 13. Skulptur der Aper Lieblingsorte ist ein Hund, der in einer Badewanne über eine Welle schwimmt. Vor ihm thront ein Froschkönig auf einem Pfahl, der dem Hund einen Ball zuwerfen möchte. Mit dieser Idee knüpft Ridderbusch an seine Vorliebe für Fabelwesen an: „Der Hund schwimmt in seinem eigenen kleinen Boot. Die Wanne hat sogar einen kleinen Propellermotor. Es geht mir darum, etwas Märchenhaftes weiterzugeben“, erklärt der Künstler. Was die Geschichte rundum diese Figur erzählt? Die könne sich, so Ridderbusch, jeder selbst ausdenken.
