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Umfrage In Apen Das wünscht sich die Jugend

Daniel Schumann

Apen - Die Ergebnisse der großen Jugendumfrage der Gemeinde liegen vor. Ziel der Befragung war es unter anderem, herauszufinden, ob bei den Jugendlichen der Wunsch besteht, sich politisch zu beteiligen und in welcher Form dies geschehen könnte.

Doch damit nicht genug: Mit Fachbereichsleiter Henning Jürgens, der für Jugendarbeit zuständigen Tanja Wernke, zwei Schülerpraktikanten und dem Planungsbüro NWP hat die Verwaltung der Gemeinde einen 42 Fragen umfassenden Fragebogen ausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden nun im Jugendausschuss präsentiert.

124 Jugendliche haben an der Befragung teilgenommen. Zum Vergleich: Etwa 11 500 Einwohner hat die Gemeinde Apen derzeit.

43 der Jugendlichen stammen aus Augustfehn, 31 aus Apen, der Rest aus den anderen Ortschaften.

68 der Befragten gehen noch zur Schule, 17 sind derzeit in einer Ausbildung, 11 Befragte sind bereits berufstätig.

80 haben auf die Frage „lebst du gern in Apen?“ mit „Ja“ geantwortet. Lediglich sieben gaben eine negative Auskunft. Besonders gefällt den Jugendlichen laut den Ergebnissen der Umfrage das Angebot an Vereinen, das die Gemeinde vorhält, die verkehrliche Anbindung, das „beschauliche Landleben“ aber auch „die vielen Feste die wir feiern“, wie zwei Befragte angaben.

32 Jugendliche gaben an, dass sie mit den Veranstaltungen, die es in der Gemeinde für Jugendliche gibt, oder auch nicht gibt, unzufrieden sind. In der offenen Frage, was die Jugendlichen an der Gemeinde störe, gaben zwar 13 „nichts“ an, doch manch einer übte konkrete Kritik: „Vieles wird in Apen und Augustfehn gemacht, aber in Nordloh und Godensholt passiert nichts.“ Mehrfach geriet auch die Busanbindung an die Schulen in die Kritik.

37 Jugendliche gaben an, drei bis vier Stunden Freizeit täglich zu haben. 46 halten ihre Freizeit für ausreichend, lediglich 21 gaben an, zu wenig Freizeit zu haben. Doch deutlich wird auch: Um diese Freizeit zu gestalten, fehlen einigen die passenden Möglichkeiten. Danach gefragt, was ihnen fehle, antworteten mehrere, dass sie einen Ort vermissen, wo sich Jugendliche aufhalten können. Dies zeigt sich auch darin, dass viele Befragte angegeben haben, dass sie sich zu Hause mit ihren Freunden treffen würden. Gleich mehrfach antworteten die Jugendlichen zudem, dass ihnen ein Textilgeschäft fehle.

87 Befragte gaben an, Mitglied in einem Verein zu sein. Die größte Gruppe ist in einem Sportverein aktiv – 29 der Befragten gaben dies an. An zweiter Stelle rangieren die Feuerwehren mit 16 Mitgliedern.

70 Jugendliche engagieren sich zur Zeit freiwillig in der Gemeinde. 32 von ihnen gaben an, sich in den Bereichen Freizeit, Sport, Kultur, Musik und Jugendarbeit zu engagieren. Nur 21 Jugendliche gaben an, sich bisher nicht freiwillig zu engagieren.

30 Jugendliche gaben an, in ihrem späteren Leben in der Gemeinde Apen leben zu wollen. Lediglich neun Befragte wollen nicht weiter in Apen leben. 33 sind noch unentschlossen.

Konkrete Anweisungen

Um allerdings in Apen leben zu können, braucht es ausreichend Wohnraum. Dass es in dieser Frage auch in Zukunft ausreichend Konfliktpotenzial gibt, zeigt sich an der konkreten Anweisung eines Befragten: nicht jeder noch freie grüne Fleck solle mit Häusern verbaut werden, damit man auch in Zukunft mit dem Rad in die Natur fahren könne, heißt es da. Außerdem gefordert wurde etwa eine Sprechstunde mit Bürgermeister Matthias Huber. Als „total interessant“ bezeichnete Huber die Ergebnisse, die in vielem „nicht weit weg“ von dem Rest der Bevölkerung seien, so der Bürgermeister.

Was nun aus der Befragung wird, liegt zunächst in den Händen der Fraktionen, die über die Ergebnisse beraten. Doch es zeichnete sich bereits jetzt ab, dass sich die Mehrheit der Ratsherren und -frauen ein offenes Jugendforum nach Braker Vorbild vorstellen könnte – auch um die Jugendlichen nicht allzu großen Regularien zu unterwerfen

Zum Schmunzeln gab es auch etwas für den Ausschuss: Ein Befragter gab bei der Frage, was ihm fehle in Apen fehle an: „vernünftige Politiker“.

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