Apen - Die Ergebnisse der großen Jugendumfrage der Gemeinde liegen vor. Ziel der Befragung war es unter anderem, herauszufinden, ob bei den Jugendlichen der Wunsch besteht, sich politisch zu beteiligen und in welcher Form dies geschehen könnte.
Doch damit nicht genug: Mit Fachbereichsleiter Henning Jürgens, der für Jugendarbeit zuständigen Tanja Wernke, zwei Schülerpraktikanten und dem Planungsbüro NWP hat die Verwaltung der Gemeinde einen 42 Fragen umfassenden Fragebogen ausgearbeitet. Die Ergebnisse wurden nun im Jugendausschuss präsentiert.
43 der Jugendlichen stammen aus Augustfehn, 31 aus Apen, der Rest aus den anderen Ortschaften.
80 haben auf die Frage „lebst du gern in Apen?“ mit „Ja“ geantwortet. Lediglich sieben gaben eine negative Auskunft. Besonders gefällt den Jugendlichen laut den Ergebnissen der Umfrage das Angebot an Vereinen, das die Gemeinde vorhält, die verkehrliche Anbindung, das „beschauliche Landleben“ aber auch „die vielen Feste die wir feiern“, wie zwei Befragte angaben.
87 Befragte gaben an, Mitglied in einem Verein zu sein. Die größte Gruppe ist in einem Sportverein aktiv – 29 der Befragten gaben dies an. An zweiter Stelle rangieren die Feuerwehren mit 16 Mitgliedern.
70 Jugendliche engagieren sich zur Zeit freiwillig in der Gemeinde. 32 von ihnen gaben an, sich in den Bereichen Freizeit, Sport, Kultur, Musik und Jugendarbeit zu engagieren. Nur 21 Jugendliche gaben an, sich bisher nicht freiwillig zu engagieren.
Konkrete Anweisungen
Um allerdings in Apen leben zu können, braucht es ausreichend Wohnraum. Dass es in dieser Frage auch in Zukunft ausreichend Konfliktpotenzial gibt, zeigt sich an der konkreten Anweisung eines Befragten: nicht jeder noch freie grüne Fleck solle mit Häusern verbaut werden, damit man auch in Zukunft mit dem Rad in die Natur fahren könne, heißt es da. Außerdem gefordert wurde etwa eine Sprechstunde mit Bürgermeister Matthias Huber. Als „total interessant“ bezeichnete Huber die Ergebnisse, die in vielem „nicht weit weg“ von dem Rest der Bevölkerung seien, so der Bürgermeister.
Was nun aus der Befragung wird, liegt zunächst in den Händen der Fraktionen, die über die Ergebnisse beraten. Doch es zeichnete sich bereits jetzt ab, dass sich die Mehrheit der Ratsherren und -frauen ein offenes Jugendforum nach Braker Vorbild vorstellen könnte – auch um die Jugendlichen nicht allzu großen Regularien zu unterwerfen
Zum Schmunzeln gab es auch etwas für den Ausschuss: Ein Befragter gab bei der Frage, was ihm fehle in Apen fehle an: „vernünftige Politiker“.
