Apen - „Wir möchten dazu beitragen, dass sich die ukrainischen Flüchtlinge, bei uns in der Gemeinde wohl fühlen und dass sie untereinander, aber auch mit der heimischen Bevölkerung in Kontakt kommen“, sagt die Grüne-Ratsfrau Stefanie Helmers. Deshalb wolle der Ortsverband Apen von Bündnis 90/Die Grünen im Mai ein Familienfest organisieren. Damit die Verständigung problemloser klappt, werden ehrenamtliche Übersetzer gesucht. Diese sollen sich per Mail (steffi27@rocketmail.com) oder unter Tel.: 0152/318 26 313 melden. Außerdem erwäge man, ein Flüchtlingscafé einzurichten, wo sich Flüchtlinge und andere zum Austausch treffen könnten.

Bürgermeister Matthias Huber hatte in der jüngsten Ratssitzung mitgeteilt, dass in der Gemeinde derzeit 44 Menschen aus der Ukraine Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz bezögen und Anträge für weitere elf Personen ausgehändigt worden seien. Die Schutzsuchenden seien überwiegend privat untergebracht. Da sich die Vertriebenen aus der Ukraine nach ihrem Status frei in der EU bewegen dürften, blieben einige nicht lange. Einige Mütter mit Kindern reisten nach wenigen Nächten zu Verwandten in Deutschland oder Europa weiter.

Für zwei Monate wurde das Seminarhaus Nordloh mit etwa 27 Schlafplätzen angemietet, von hier aus würden die Flüchtlinge privat untergebracht. Durch den Fachbereich Arbeit und Soziales wurden bereits Häuser und Ferienwohnungen angemietet. Von Seiten der Gemeinde ginge man davon aus, dass man mit der Anmietung des Seminarhauses Nordloh dem Anspruch, eine Großunterkunft zu schaffen, genüge tue. Somit könne man vermeiden, dass öffentliche Gebäude wie Turnhallen oder Dorfgemeinschaftshäuser für Flüchtlinge hergerichtet werden müssten.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede