Ammerland - Die Zahl der Arbeitslosen im Ammerland ist im Februar wieder gesunken – auf 3349 Menschen. Das entspricht einem Rückgang von 193 Arbeitslosen und einer Quote von 4,8 Prozent (im Januar lag die Quote bei 5,1 Prozent, im Dezember bei 4,6).
Vor genau einem Jahr lag die Arbeitslosenquote ebenfalls bei genau 4,8 Prozent. Auffällig ist, dass im selben Zeitraum die Zahl der Langzeitarbeitslosen (ab einem Jahr Arbeitslosigkeit) deutlich gestiegen ist: um 237 Menschen, das ist ein Anstieg um 30,5 Prozent. Das zeigt der aktuelle Bericht der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven. Einen wesentlichen Grund für den Anstieg sieht Agentur-Chef Dr. Thorsten Müller darin, dass viele Ukrainer vor einem Jahr ins Ammerland gekommen seien und damit jetzt in die Langzeitarbeitslosigkeit fielen.
Müller rief dazu auf, sich umzutun, im Ammerland gebe es „viele Möglichkeiten, in die Grünen Berufe, in Dienstleistung und Handel einzusteigen“. Auch die Betriebe sollten sich dafür öffnen. Die Agentur hat aktuell 1283 freie Stellen im Bestand, 113 sind im Vergleich zum Vormonat neu hinzugekommen. Hier zeigten sich bereits „die ersten Frühlingsboten“, sagte Müller mit Blick auf die beginnende Saison.
Insgesamt sind im Landkreis sogar 4156 Menschen ohne Arbeit, wenn man diejenigen hinzuzählt, die noch in grundlegendsten Qualifizierungsmaßnahmen stecken, bevor sie sich bewerben können – damit steigt die Arbeitslosenquote (Unterbeschäftigungsquote) auf 6,0 Prozent.
