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NWZonline.de Region Ammerland

Nabu fliegt auf Eulen-Projekt

23.01.2018

Aschhauserfeld Ganz unscheinbar sitzt der etwa 30 Zentimeter große Vogel auf einem der Holzbalken und beobachtet die Menschen unter ihm. Man muss genau hinsehen, um die Schleiereule, die sich augenscheinlich nicht bewegt, zu erkennen. „Seit rund zehn Jahren brüten die Tiere in meiner Scheune“, freut sich Gerhard Neumann, ehemaliger Landwirt aus Aschhauserfeld.

Im Jahr 2004 baute Neumann mit Enno Gerken, mittlerweile pensionierter Biologielehrer vom Gymnasium Bad Zwischenahn, einen Schleiereulen-Nistkasten in den Dachstuhl der Scheune. Zwei Jahre später bezogen die ersten Tiere die Holzkiste, die seit dem in jedem Jahr von den Vögeln genutzt wird.

Kästen sind in Schul-AG entstanden

„Die Kästen sind im Rahmen der Natur-AG entstanden“, berichtet Gerken. Im Sommer habe er mit seinen Schülern im Schulgarten gearbeitet. Das sei aber im Winter nicht möglich gewesen. „Deswegen haben wir angefangen, Nistkästen zu bauen. Zuerst nur kleine, später dann aber auch die großen für Schleiereulen.

An insgesamt 26 verschiedenen Standorten haben sie diese Schleiereulen-Nistkästen dann angebracht. „In zehn der Kästen brüten mittlerweile Eulen“, sagt Gerken, der die Betreuung des Kästen an die Ortsgruppe Bad Zwischenahn des Naturschutzbundes (Nabu) abgegeben hat.

Nabu-Ortsgruppen übernehmen Aufgabe

„Wir setzen uns für den Artenschutz im Ammerland ein und haben die Betreuung gerne übernommen“, sagt Ralf Strewe, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe, der auch der ehemalige Biologielehrer Enno Gerken angehört. „Die Ortsgruppen aus Edewecht und Wiefelstede haben ebenfalls einige der Kästen übernommen.“

Insgesamt gibt es circa 50 bewohnte Schleiereulen-Nistkästen im Ammerland. „Die Schleiereule ist ein wichtiges Glied in der Nahrungskette“, sagt Gerken. Sie sei nützlich, weil sie als Jäger die Nagerpopulation klein halte.

Rückläufige Bestände

„Leider sind die Bestände rückläufig“, berichtet Ralf Stewe. Grund seien die Intensivierung der Landwirtschaft oder der Verlust der Brutplätze durch Modernisierungsarbeiten an Gebäuden. Deshalb sei es wichtig, mit den Nistkisten ein neues Angebot für Brutstätten zu schaffen.

„Ich bin froh, dass die Eulen bei mir in der Scheune leben“, sagt Gerhard Neumann. Er schaue von Zeit zu Zeit vorbei und habe auch schon die jungen Tiere gesehen. „Das sind so drei bis fünf in jedem Jahr“, berichtet er. Nervig sei nur gewesen, wenn sein Hund am Abend vor der Scheune gestanden und gebellt habe, weil er die Geräusche der Vögel gehört hatte und einen Einbrecher vermutete.

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