Augustfehn - Erste Gedanken zum Helfernetzwerk Apen gab es in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Augustfehn bereits im Februar. „Wie können wir helfen und unterstützen?“ Diese Frage hat sich Chris Elling, Koordinator des Helfernetzwerks, gestellt, als die Covid-19-Pandemie sich ausgebreitet hat. Mittlerweile gehören dem Netzwerk rund 25 Menschen aus der gesamten Gemeinde Apen an.
Das Helfernetzwerk Apen unterstützt Menschen, die zum Beispiel einer Risikogruppe angehören und besonders gefährdet sind. Auch Menschen, die unter Quarantäne stehen – entweder bei Verdacht auf oder einer bestätigten Covid-19-Infektion – können sich an das Helfernetzwerk wenden. Der Ansprechpartner ist Chris Elling. Er ist zu erreichen unter
Auf der Website des Helfernetzwerks gibt es ein Kontaktformular. Dort können Interessierte ein Formular herunterladen, in dem man die eigenen Kontaktdaten eintragen kann. Diese Formulare können an die Nachbarn weitergegeben werden.
„Im Ammerland sind wir in der glücklichen Situation, dass die Familie da ist.“ Familien und die Nachbarschaft unterstützen meist Menschen, die der Risikogruppe angehören, zum Beispiel beim Einkaufen.
Aber das Helfernetzwerk unterstützt nicht nur beim Einkaufen. „Wir sind auch zum Reden da“, sagt Elling. Und nicht nur das: Eine Familie hatte durch die aktuelle Situation alles verloren. Innerhalb von nur einer Woche hat das Helfernetzwerk dabei geholfen, eine neue Wohnung komplett einzurichten. „Spontan und kreativ helfen“, das ist die Idee des Helfernetzwerks.
Die Gruppierung sieht er nicht nur als kurzfristige Einrichtung. Er geht eher davon aus, dass die aktuelle Situation noch lange nachhallt.
Ausgelastet ist das Netzwerk derzeit nicht. Das liegt nicht nur daran, dass häufig Familien und Nachbarschaft aushelfen, sondern auch an den sehr geringen bestätigten Fällen in der Gemeinde.
Zudem fiele es manchen Menschen nicht so leicht, zu realisieren und zu akzeptieren, dass sie selbst zur Risikogruppe gehören. Ähnlich schwierig ist der nächste Schritt, „Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Ria Müntinga. Sie gehört ebenfalls zum Helfernetzwerk und zum Team von Café und Klamotte.
Bücherzelle
Das Netzwerk ist auch mit dem Café und mit der Bücherzelle verknüpft. Die Idee dazu hatte Ria Müntinga vom Café.
Bis vor Kurzem gab es in der Bücherzelle ausschließlich Bücher für Erwachsene. Nun wurde das Sortiment erweitert. Denn im geschlossenen Café und Klamotte stapelten sich die Kinderbücher und Spiele, während die Kinder zu Hause waren und kaum Möglichkeiten hatten, an neue Bücher und Spiele zu kommen. Zudem könnten Eltern „nicht alles neu kaufen“, so Müntinga. Durch das Angebot hoffen Elling und Müntinga, Eltern zumindest ein bisschen unterstützen zu können. „Die Einschränkungen bleiben und wirken sich auch auf die Freizeitgestaltung aus“, sagt Elling.
Der erweiterte Inhalt der Bücherzelle stößt auf gute Resonanz. Viele Menschen bringen Bücher und Spiele vorbei. Allerdings stellen auch manche Leute kartonweise alte Bücher vor die Zelle, die nicht mehr zu gebrauchen sind und Müntinga entsorgen muss. Und auch sonst hat sie durch die neue Sortierung viel zu tun: „Es ist nur eine kleine Zelle, aber trotzdem viel Arbeit. Ich fahre jeden Tag hin.“
Café und Klamotte
Neben der Bücherzelle wird sich Müntinga auch bald wieder verstärkt um das Café und Klamotte kümmern: Ab Mittwoch, 27. Mai, werden wieder Kleidung und Hausrat verkauft. Das Café bleibt noch geschlossen.
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„Wir hätten eher wieder öffnen dürfen“, sagt Müntinga. Ihr und dem Team war es jedoch wichtig, dass zunächst der Einzelhandel wieder öffnen darf und Einnahmen hat. „Die müssen etwas verdienen. Wir haben keine Kosten für Lohn, wie sind alle Ehrenamtliche, und keine Kosten für Miete.“
Das Helfernetzwerk Apen unterstützt Menschen, die zum Beispiel einer Risikogruppe angehören und besonders gefährdet sind. Auch Menschen, die unter Quarantäne stehen – entweder bei Verdacht auf oder einer bestätigten Covid-19-Infektion – können sich an das Helfernetzwerk wenden. Der Ansprechpartner ist Chris Elling. Er ist zu erreichen unter
Auf der Website des Helfernetzwerks gibt es ein Kontaktformular. Dort können Interessierte ein Formular herunterladen, in dem man die eigenen Kontaktdaten eintragen kann. Diese Formulare können an die Nachbarn weitergegeben werden.
Nun geht es aber weiter. Wer jedoch nach Kleidung und anderen Dingen schauen möchte, muss einen Termin machen. Das ist notwendig, da die Räume sehr klein sind. „Es können nur drei Leute gleichzeitig rein.“ Die ersten Anmeldungen hat Müntinga bereits.
Die Räume sind bereits gut gefüllt mit Frühlings- und Sommersachen. Da es in dem Häuschen nicht ausreichend Lagermöglichkeiten gibt, müssen Müntinga und das Team zunächst abwarten, wie viel Kleidung ab dem 27. verkauft wird, bevor sie wieder neue Spenden entgegennehmen können.
