Augustfehn - In dieser Woche soll – nach dem Entfernen von Bäumen und Sträuchern nahe des Schulzentrums im Winter – ein weiterer kleiner Schritt für ein großes Projekt erfolgen: Das Einfamilienhaus an der Stahlwerkstraße 21 in Augustfehn soll abgerissen werden. Gebäude und Grundstück hatte die Gemeinde Apen gekauft, um damit Platz zu schaffen für einen Verkehrsarm des neuen Kreisels. Der soll vor allem das „neue“ Dockgelände verkehrlich anschließen.
Die ehemalige Industriebrache nahe des Bahnhofs wird bald erschlossen und soll künftig nicht nur Raum für Wohnen und Gewerbe bieten, sondern auch zum Verkehrs-Drehkreuz in Augustfehn werden. Denn das Mittelstück des „neuen“ Dockgeländes wird aus einer Anlage für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Busbahnhof, Parkplätzen, Fahrradabstellplätzen und Elektrosäulen bestehen. Die Tiefbauarbeiten dafür sollen zum Monatsende beginnen.
Baustart
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Baustelle Dockgelände wird dann im Bereich Schulstraße/Stahlwerkstraße/Barre-Platz eine weitere entstehen. „Wir hoffen, dass wir dort im Spätsommer beziehungsweise Herbst mit den Arbeiten an unserem Verkehrskreisel beginnen können, der nächstes Jahr fertig gestellt werden soll“, sagt Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl. Wie Rosendahls Stellvertreter, Jan-Eike Gurk, während der Sitzung des Ausschusses für Straßen, Brücken und ÖPNV ausgeführt hatte, werde der Kreisel in zwei Bauabschnitten gebaut: Der Großteil der Arbeiten solle als erstes erledigt werden. Dazu gehörten der Bau der Verkehrsarme Schulstraße und Dockgelände, der Mittelinsel und der Großteil der Rad- und Fußwege des Kreisels. Im zweiten Schritt sollen dann die Arbeiten an den beiden Verkehrsarmen des Kreisels an der Stahlwerkstraße erfolgen.
„Zunächst werden Verkehrsteilnehmer weiterhin die Stahlwerkstraße nutzen können, für die Arbeiten am Kreisel wird im ersten Schritt ein Teilstück der Schulstraße gesperrt“, so Gurk. Später sei es für den Bau der letzten beiden Verkehrsarme notwendig, rund sechs Wochen lang die Stahlwerkstraße voll zu sperren.“ Vor allem dann rechne man mit stärkeren Verkehrsproblemen, die sich jedoch nicht vermeiden ließen.
Vollsperrung
Was das für Augustfehn bedeutet, wenn die Lebensader Stahlwerkstraße nicht passiert werden kann, wird man schon für den Zeitraum Ende Juni/Anfang Juli erfahren. „Wegen Tiefbauarbeiten im Zusammenhang mit der Erschließung des Dockgeländes ist es leider unumgänglich, die Stahlwerkstraße eine Woche lang voll zu sperren“, so Bauamtsleiter Peter Rosendahl.
Im Austausch ist die Gemeinde wegen des Kreisels auch mit dem Ortsverein Augustfehn. Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Straßen, Brücken und ÖPNV hatten sich die Kommunalpolitiker einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Verwaltung zusammen mit dem Ortsverein Vorschläge für eine Gestaltung der Mittelfläche des Kreisels erarbeiten sollte. Davon gebe es von Seiten des Landkreises – als Straßenbaulastträger – Vorgaben. So dürfe die Gestaltung Verkehrsteilnehmer nicht zusätzlich gefährden bzw. ablenken. Außerdem solle auf der Mittelinsel nicht fest verbaut worden. Man sei sich sicher, dass Verwaltung und Ortsverein eine ansprechende und den Vorschriften gerechte Lösung fänden, hieß es.
