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Förderverein „leben In Gemeinschaft“ Endlich eigenes Fahrzeug für zwei Augustfehner Wohngruppen

Hildburg Lohmüller

Augustfehn - „Schaffen wir es oder nicht – das war stets die Frage. Wir haben viel Geduld gebraucht.“ Georg Töbermann und Erwin Klein, Vorsitzender und Stellvertreter des Fördervereins „Leben in Gemeinschaft“, schauen dankbar in die Runde und in fröhliche Gesichter: Das neue Auto mit roter Schleife auf der Haube war umringt von Bewohnern der Wohngemeinschaften an der Augustfehner Buchenallee, von Mitarbeitern der SELAM-Lebenshilfe und Angehörigen.

In Apen umgerüstet

Fast ohne Unterbrechung hatte es geregnet, aber bei der Übergabe des Fahrzeugs schien die Sonne. Fördervereinsvorsitzender Georg Töbermann hatte den nagelneuen VW Caddy Maxi von der Firma AMF Bruns abgeholt. Hier war das Fahrzeug behindertengerecht umgerüstet worden.

„Unsere Tochter Angelika kann nur im Rollstuhl sitzen, daher war die Umrüstung hauptsächlich erforderlich“, erzählt der stellvertretende Fördervereinsvorsitzender Erwin Klein. Nun können jeweils vier Bewohner und zwei Betreuer das Fahrzeug für diverse Ausflugsfahrten und die Freizeitgestaltung nutzen.

Viele Spenden

Rund 39 000 Euro inklusive Umbau hat der Caddy Maxi gekostet. Ein Drittel habe der Förderverein zu tragen, der seinen Anteil mit Hilfe zahlreichen Spenden zusammentrug. Der Großteil des Geldes (27 000 Euro) stammt jedoch von der Aktion Mensch, die auch Besitzer des Fahrzeugs ist. Die acht Bewohner zahlen monatlich eine feste Umlage für Versicherung und Reparaturkosten, der Diesel muss anteilig pro gefahrener Kilometer entrichtet werden.

Den Wunsch nach einem Fahrzeug gab es schon lange in der Wohngemeinschaft (WG) Buchenallee, die als erste Einrichtung für Erwachsene mit Behinderungen im Ammerland 2011 eröffnet wurde. Das Pilotprojekt wurde zum Erfolgsprojekt, die zweite WG ein Jahr später eingerichtet. Fachpersonal der SELAM-Lebenshilfe unterstützt die acht Mitglieder beider Gruppen.

Erster Antrag 2013

Im Dezember 2013 wurde erstmals vom Förderverein der Antrag an die Aktion Mensch gestellt; damals wusste man nicht, dass man ein Drittel der Kaufsumme selbst aufbringen muss. Nachdem Sponsoren gefunden waren, folgte im April 2019 der zweite Antrag, der wurde bewilligt.

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