Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Erschließung In Augustfehn Ein achtstöckiger „Leuchtturm“ am Dock

Augustfehn I - Die Begeisterung angesichts der Planungen für das Dock-Gelände in Augustfehn wollte am Dienstagabend während der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses fast nicht enden: „Für mich ist es eine runde Sache, man hat richtig Freude. Wir können stolz darauf sein, dass wir soweit gekommen sind“, kommentierte etwa Hartmut Orth (UWG).

„Grundsätzlich finde ich die Planung klasse, weil alles berücksichtigt ist. Es ist das urbane Gebiet, das wir wollen“, ergänzte Torsten Huber (SPD), um dann noch zu betonten: „Was ich mega klasse finde, ist das achtstöckige Gebäude , tolle Idee, ein ,Eyecatcher’.“ Diese und viele weitere Kommentare zeigten: Über alle Fraktionen hinweg waren sich die Politiker einig, dass sie voll und ganz hinter dem Projekt Dock-Gelände stehen. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie die Änderungen des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans für das Areal einstimmig auf den Weg brachten.

Busbahnhof

Rund 2,3 Hektar ist das Gelände groß, gleich neben den Bahnschienen gelegen und künftig durch eine Fußgängerbrücke mit dem Bahnhof verbunden. Neben Gewerbe- und Wohnbebauung ist eine große ÖPNV-Anlage für rund 2,6 Millionen Euro geplant. Die Gemeinde setzt dabei auf eine Co-Finanzierung in Höhe von rund 900 000 Euro von der Niedersächsischen Landesnahverkehrsbehörde aus Hannover. Darüber hinaus sind 80 Pkw-Stellplätze und ein paar E-Ladesäulen vorgesehen, ebenso sollen Gewerbe und Handel ihren Platz finden. Und auch Mehrfamilienhäuser mit Staffelgeschosse sind im Konzept des Planungsbüros NWP vorgesehen.

Highlight, so waren sich die Politiker dann aber unisono einig, wird wohl ein achtstöckiges Gebäude sein, das links gleich am Eingang zum Dock-Gelände an der Straße „Zum neuen Bahnhof“ platziert werden soll. Da das Areal als urbanes Gebiet ausgewiesen wird, ist diese Höhe möglich, hieß es. Vorausgesetzt, es findet sich für diesen gern betitelten „Leuchtturm für Augustfehn“, auch einen entsprechenden Investor, der das Projekt umsetzen möchte. Eventuell, so wurde laut überlegt, mit einem Café im oberen Bereich, ähnlich wie in Westerstede.

Doch nicht nur der linke Bereich des Dock-Geländes könnte dann ein Hingucker werden, auch am rechten Eingang, wo ein neu zu bauender Kreisel die Verkehrsströme lenken soll, könnte ein Akzent gesetzt werden. Fläche genug bietet die Insel im Kreisel.

Verhandlungen laufen

Soweit die Planungen – der Kauf des Geländes ist allerdings noch nicht besiegelt. Noch laufen die Verhandlungen zwischen Grundstückseigner (DB Immobilien) und Käufer (Gemeinde). Geboten wurden – wie berichtet – eine Million Euro. Verhandelt wird derzeit noch über Beseitigung der Altlasten im Boden.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden