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Vereinsleben in der Gemeinde Apen Neues Projekt am Augustfehner Letas-Haus

Hoffen, dass es für ihr Projekt Gelder aus der Dorfentwicklung gibt:  Hartmut Orth vom Ortsverein Augustfehn (links) und  Volkmar Epkes vom Nabu vor dem als Lager genutzten Schiffscontainer beim Letas-Haus.

Hoffen, dass es für ihr Projekt Gelder aus der Dorfentwicklung gibt: Hartmut Orth vom Ortsverein Augustfehn (links) und Volkmar Epkes vom Nabu vor dem als Lager genutzten Schiffscontainer beim Letas-Haus.

Augustfehn - „Wenn dieses Projekt mit Geldern aus dem Dorfentwicklungsprogramm umgesetzt werden könnte, hätten wir für Augustfehn vieles erreicht“, sagt Hartmut Orth, zweiter Vorsitzender des Ortsvereins Augustfehn. „Das Ganze würde hervorragend hierher passen, zwei Vereine und natürlich die Allgemeinheit würden davon profitieren“, ist sich auch Volkmar Epkes von der Ortsgruppe Apen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) sicher.

Projekt zweier Vereine

Ortsverein und Nabu sind Nachbarn in Augustfehn. Neben dem Letas-Haus, dem Vereinshaus des Ortsvereins, befindet sich die Obstbaumwiese und der Garten der Aper Nabu-Gruppe. Außerdem finden die monatlichen Treffen der Nabu-Gruppe (am letzten Dienstag im Monat ab 19.30 Uhr) im Letas-Haus statt.

„Wir benötigen für den Ortsverein Lagerfläche und insbesondere eine überdachte Unterstellmöglichkeit für unseren Festwagen“, sagt Hartmut Orth. Lagerfläche hat der Nabu zwar, und zwar in einem umgebauten Schiffscontainer, der hinter dem Nabu-Garten nahe beim Letas-Haus steht. „Hier bewahren wir vor allem Nistkästen auf, unter anderem 70 Kästen für Trauerschnäpper, die wir für eine unsere nächsten Aktionen nutzen wollen“, so Epkes.

Remise geplant

„Wir möchten diesen Bereich zwischen Letas-Haus und Buchmanufaktur des Schulzentrums aufwerten“, so Hartmut Orth. Deshalb plane man neben dem Letas-Haus und an der Rückseite des Nabu-Gartens den Bau einer 6 mal 13 Meter großen Remise. Davon solle dann ein 14 mal 14 Meter großer Platz entstehen, „eine Art kleiner Dorfplatz“, so Orth, der als zusätzliches Areal zu dem Areal am Augustfehner Springbrunnengelände dienen solle.

Paradies für Mensch und Tier

Der Nabu-Garten an der Stahlwerkstraße 47 ist vielen Augustfehnern bekannt: Früher war er ein Märchengarten, der zum Fest der 1000 Laternen von der Familie Töbermann jahrzehntelang alljährlich liebevoll hergerichtet wurde. Holger Töbermann hatte der Nabu-Ortsgruppe Apen 2017 den Garten zur Pflege überlassen. Das Areal wurde in seiner ursprünglichen Nutzung als Gemüsegarten weiterentwickelt, Ansprechpartner ist Gärtnermeister Volkmar Epkes.

Das Areal, auf dem auch ein Bienenvolk lebt, wurde zu einem grünen Lernort für Kinder und Erwachsene. Interessierte können hier Informationen über naturnahe Gärten erhalten, über Nisthilfen, Insektenschutz, Igel im Winter, und Vogelfütterung. Eine Wand mit Nistkästen für verschiedene Vogelarten und Fledermäuse sowie Futtermöglichkeiten steht direkt an der Stahlwerkstraße.

Kinder aus dem benachbarten Kindergarten und die Arbeitsgemeinschaft Garten des benachbarten Schulzentrums haben hier vieles über die Natur und über den Anbau von Gemüse, Blumen und Kräutern gelernt. Ganz beeindruckt von dem Projekt war auch der ehemalige niedersächsische Wirtschaftsminister und jetzige Umweltminister Olaf Lies, als er in Augustfehn für den in der Nachbarschaft entstandenen Anbau an die IGS einen Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro persönlich übergeben hatte.

Der Nabu würde einen drei mal acht Meter großen Bereich, der geschlossen sei, an der linken Remisenseite als Lagerraum nutzen können. Der jetzige Lagerraum – der neben dem Letas-Haus stehende umgebaute Schiffscontainer – soll einen neuen Standort erhalten und anderweitig genutzt werden. Ganz rechts solle dann der Platz für den Festwagen des Ortsvereins geschaffen werden und in der Mitte solle es Raum für unterschiedliche Zwecke geben. Ein solches Projekt sei natürlich, so der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzender, nur mit Unterstützung der Gemeinde Apen möglich, zumal es auch deren Gelände sei.

Gemeinde unterstützt

Rund 80 000 Euro würde das Vorhaben – Remise und Vorplatz – nach derzeitigen Schätzungen kosten. 64 bzw. 74 Prozent davon könne man als Fördermittel erhalten, wenn das Vorhaben als förderungswürdig im Dorfentwicklungsprogramm eingestuft werde. Den Restbetrag müsse dann vor allem der Ortsverein stemmen. Der Antrag solle in diesem Herbst gestellt werden, mit der Entscheidung, ob man für das Vorhaben Fördergelder bekäme, sei im ersten Quartals 2022 zu rechnen.

Das Ganze sei, so Orth und Epkes, auch deshalb so reizvoll, weil beide Vereine verstärkt auch das wenige Meter entfernte Peter-Suhrkamp-Foyer im neuen Anbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) oder auch andere Schulräume in dem neuen Gebäudetrakt nutzen wollen. Schließlich ist der mit hohen Summen geförderte IGS-Anbau nicht nur Schule, sondern zugleich auch Dorfgemeinschaftshaus. „Fachvorträge rund um das Thema Natur- und Umweltschutz könnten wir vom Nabu dort anbieten“, sagt Epkes. „Vieles ist möglich, wenn man eine Küche und auch Toilettenanlagen hat“, meint Orth, zeigt auf einen kleinen aufgeschütteten Sandhügel und sagt „Das ist doch eine tolle Plattform für Künstler und dann lauscht man der Musik vom kleinen Dorfplatz aus bei unserer Remise.“

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
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