Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Geschichte des Ammerlandes Leben unterm Hakenkreuz im Ammerland aufarbeiten

Blick auf das Eingangstor des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz: Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager befreit. Allein dort hatten die Nazis eine Million Menschen ermordet. Der 27. Januar ist als Tag der Befreiung bundesweit der Holocaust-Gedenktag. Eine Veranstaltung findet auch in Augustfehn statt.

Blick auf das Eingangstor des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz: Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager befreit. Allein dort hatten die Nazis eine Million Menschen ermordet. Der 27. Januar ist als Tag der Befreiung bundesweit der Holocaust-Gedenktag. Eine Veranstaltung findet auch in Augustfehn statt.

dpa-Zentralbild

Ammerland - Es war das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte: die Zeit des Nationalsozialismus (NS) von 1933 bis 1945. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) verwandelte damals die Demokratie der Weimarer Republik in eine Diktatur. Als die NS-Zeit am 8. Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endete, die für Deutschland das Ende des Zweiten Weltkriegs bedeutete, waren Millionen Menschen getötet worden. Dazu gehörten auch rund sechs Millionen europäische Juden, die durch den staatlich organisierten Völkermord (Holocaust) starben.

Noch mitmachen

„Das Leben unterm Hakenkreuz“ (das Hakenkreuz war das Symbol der NSDAP) ist Thema eines Geschichtswettbewerbes über die NS-Zeit und den Holocaust, den der Augustfehner Norbert Zwingmann initiiert hat und der zusammen mit der Kreisvolkshochschule Ammerland (KVHS) erstmals angeboten wird. Damit will man dazu beitragen, das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur und den Holocaust aufrechtzuerhalten und zugleich die Demokratie stärken.

Zwingmann, Diakon im Ruhestand und Leiter des „Politischen Stammtisches Augustfehn“, wirbt zusammen mit Jasmin Schwarz, Koordinatorin der Fachstelle „Demokratie leben“ bei der KVHS Ammerland, dafür, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. Auf vielfältige Weise – in Collagen, in Filmen, Gedichten, mit Fotos, mit Theaterstücken, Power-Point-Präsentationen, Skulpturen oder durch Malereien – können Interessierte das Thema „Leben unterm Hakenkreuz“ aufarbeiten. Beiträge für diesen Wettbewerb können noch bis zum 12. Januar beim Bürgermeister der Gemeinde Apen, Matthias Huber, (Hauptstraße 200, Apen) eingereicht werden.

Huber ist zugleich Schirmherr der Holocaust-Gedenkveranstaltung am Samstag, 27. Januar, in dessen Verlauf die Preisträger vorgestellt werden.

Veranstaltung

Die Veranstaltung findet von 11 bis 14 Uhr im Peter-Suhrkamp-Foyer der IGS Augustfehn (Anfahrt über Stahlwerkstraße 50) statt. Auch dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Um den kostenlosen Imbiss am Mittag besser planen zu können, bittet die KVHS um Anmeldungen (kvhs@kvhs-ammerland.de). Die Gedenkansprache hält Schirmherr Matthias Huber. Wie die NS-Zeit mit ihren menschenverachtenden Taten bis heute nachwirkt, wird an diesem Tag durch die Erzählungen des Oldenburgers Adriano Paßquali deutlich. Sein Vater verbrachte fünf Jahre in mehreren Konzentrationslagern, wurde schwerst misshandelt und im letzten Moment gerettet. Die Band Gypsy Swing la Rap sorgt für Musik.

Jeweils am 27. Januar, an dem 1945 das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit wurde, finden zum Gedenken an die Opfer des Holocaust schon seit Jahren in Augustfehn Veranstaltungen statt, die Norbert Zwingmann mit der KVHS organisiert. Da diese Angebote bislang vor allem Menschen 65 plus nutzen, suchte man nach Möglichkeiten, gezielt auch jüngere Generationen anzusprechen. So entstand die Idee des Wettbewerbs, mit dem man gerade in Zeiten, in denen Gewalt gegen Juden und rechtsextremes Gedankengut zunehmen, ein Zeichen setzen wolle.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover