Augustfehn - Ria würde gern Handball spielen. Das zeigt sie auch beim Schnuppertraining am vergangenen Wochenende in der Sporthalle an der Schulstraße. Bei den Turnierspielen steht sie bereits auf dem Feld und hat auch schon ein Tor geworfen. Am Handballtraining der E-Jugend des Turn- und Sportvereins Augustfehn, in der die Zehnjährige altersmäßig spielen würde, kann sie aber nicht teilnehmen, weil zur selben Zeit Rias Turntraining stattfindet. Aber für das Handball-Schnuppertraining hatte sie Zeit.
einmal jährlich
Einen Tag lang konnten Ria und 99 andere Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in der Sporthalle Handball spielen, sich anderweitig sportlich betätigen und basteln. Seit 2016 wird Eltern dieses Angebot vom TuS Augustfehn immer Ende November/Anfang Dezember unterbreitet. „Begonnen hat es damit, weil wir Eltern die Möglichkeit geben wollten, ohne ihre Kinder einkaufen zu können“, erzählt Lucas Webermann, Leiter der Handballabteilung im Verein. „Seit 2019 haben wir das Ganze in Schnuppertraining für den Handball umbenannt, um über diesen Sporttag auch neue Spieler zu gewinnen.“
Der Aufwand, den die gut 70 ehrenamtlichen Helfer für diesen Tag betreiben, scheint sich zu lohnen. Bisher fanden sich nach den Handball-Schnuppertagen stets neue junge Mitglieder beim TuS Augustfehn ein – mehr Mädchen als Jungen. „Wir sind hier gut aufgestellt, wobei das Turnen und der Handball bei uns im Verein die größten Abteilungen sind.“ Fußball gehört übrigens nicht dazu. Der wird vom TuS „Vorwärts“ Augustfehn angeboten. „Sie benutzen meistens grüne Trikots, wir blaue“, macht Lucas Webermann einen weiteren Unterschied deutlich.
Auch Kletterparcours
Während Ria schon öfter an Schnuppertagen teilnahm, war es für Emilia das erste Mal, obwohl sie bereits seit mehr als einem Jahr Handball spielt. Freunde hatten sie zum Training mitgenommen, und sie fand so viel Spaß am Handball, dass sie dabeigeblieben ist. Beim Schnuppertag genoss das Mädchen neben dem Handball auch den Kletterparcours. Hier zeigten die Kinder, wie sie balancieren, klettern, springen und hüpfen können. Neben diesen sportlichen Betätigungen – in einer weiteren Halle war freies Spiel auch mit Fußball angesagt – hatten die Mädchen und Jungen auch die Möglichkeit, Weihnachtsbaumanhänger zu basteln und weitere Andenken mit nach Hause zu nehmen. „Alles ist für die Kinder dank der Sponsoren kostenlos, auch das Essen und die Getränke“, erklärte Sabine Leonhard, Mitglied der Handballabteilung im Verein. Bereits zehn Tage vor Anmeldeschluss waren alle angebotenen 100 Plätze belegt. „Die Nachfrage war riesengroß.“
Mehr Tore
Emil tobte sich mit Freunden in der Halle mit freiem Spiel aus. Auf einem Rollbrett ließ er sich durch den Raum ziehen. Beim Handballturnier fiel er dadurch auf, dass er die Bälle sicher fing und auch das eine oder andere Tor warf. „Ich spiele jetzt seit gut einem Jahr hier mit. Gespielt haben wir schon gegen Mannschaften aus Westerstede, Uplengen oder auch Oldenburg.“ Fußball ist bei ihm nicht unbedingt angesagt. „Handball ist schneller, und es fallen mehr Tore.“
Informationen zu den Trainingszeiten der Kindermannschaften kann man im Internet erhalten.
