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Bürgermeisterwahl In Bad Zwischenahn Kandidatensuche bis nach Meppen

Bad Zwischenahn - Ziemlich genau ein Jahr vor der Bürgermeisterwahl in Bad Zwischenahn haben Vorstand und Fraktion der CDU ihren Wunschkandidaten für die Wahl vorgestellt. Die Mitgliederversammlung am 1. Oktober muss der Nominierung von Dr. Florian Kühne noch zustimmen.

Wurzeln in Rostrup

Der 53-Jährige stammt aus der Gemeinde Bad Zwischenahn, ist in Rostrup aufgewachsen und hat sein Abitur am Gymnasium Bad Zwischenahn gemacht. Nach dem Studium der Stadt- und Regionalplanung in Dortmund blieb er dort noch für fünf Jahre und promovierte. Seit 2002 arbeitet er für den Landkreis Emsland, wo er aktuell die Abteilung Raumordnung und Städtebau leitet. Die Entscheidung für das Emsland sei gefallen, weil es vergleichsweise nah an Bad Zwischenahn liegt. „Und der Menschenschlag dort ist sehr ähnlich“, sagt Kühne.

KOMMENTAR Farbe bekennen

Christian Quapp

CDU-Mitglied ist Kühne nicht: „Ich trete als parteiloser Kandidat mit Unterstützung der CDU an“, sagt er. Die Idee, sich um das Bürgermeisteramt in Bad Zwischenahn zu bewerben, war allerdings nicht seine. „Er wurde uns als möglicher Kandidat vorgeschlagen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Frank Martin.

13 mögliche Bewerber

Eine Auswahlkommission der CDU, bestehend aus Frauke Tammen und Christian Wandscher für den Vorstand sowie Frank Martin und Maria Bruns für die Fraktion, hatte Gespräche mit insgesamt 13 möglichen Bewerbern geführt, die Wahl fiel auf den 53-Jährigen. „Florian Kühne ist seit 18 Jahren beim Landkreis Emsland, und hat über Jahre in einer Stabsstelle erfolgreich an der Kreisentwicklung mitgewirkt“, erläutert Martin, warum sich die Kommission letztlich für ihn entschieden habe. „Er bringt einen frischen Blick von außen mit und ist trotzdem Zwischenahner“, sagt Frauke Tammen. „Ich bin echt überzeugt, dass das gut für Bad Zwischenahn ist.“ „Er hat schon jetzt schnell Themen identifiziert und Verbesserungspotenzial erkannt“, ergänzt Martin.

Unkonventionelle Wege

Mit konkreten Themen für seinen Wahlkampf will sich Kühne selbst in dieser Phase aber noch zurückhalten. Ihm sei wichtig, dass die Gemeinde nicht nur aus dem Ort Bad Zwischenahn bestehe. Die Bauerschaften müssten ebenso mitgenommen werden wie alle Bevölkerungsgruppen, Ältere und Jüngere, Familien und Singles. „Ich bringe aus meiner Funktion und der langjährigen Beratung für 19 Städte und Gemeinden dafür gute Voraussetzungen mit“, sagt Kühne. „Wir haben im Emsland teilweise sehr unkonventionelle Wege gewählt und weit nach links und rechts geschaut – diese Erfahrung ist sicher auch für Bad Zwischenahn wertvoll“, meint er.

Zwar war Kühne mit seiner Frau Gesche (48), eine gebürtigen Edewechterin, und den beiden Kindern ohnehin regelmäßig bei der Familie in Rostrup – künftig werden die Besuche aber sicher noch häufiger. „Ich muss natürlich sehen, dass ich nach fast 20 Jahren, in denen ich nicht in Bad Zwischenahn gelebt habe, etwas bekannter werde“, sagt er. Nicht ganz einfach in Zeiten, in denen es kaum größere Veranstaltungen gibt. „Ich werde Unterstützung brauchen“, sagt Kühne. Und die erhofft er sich als parteiloser Kandidat durchaus nicht nur von der CDU. Und auch Frank Martin und Frauke Tammen zeigen sich offen für weitere Unterstützer ihres Kandidaten.

Der amtierende Bürgermeister Arno Schilling (70, SPD) kann nicht mehr antreten

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)
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