Bad Zwischenahn/Dreibergen - Vor rund einem Jahr hat Kerstin Falaturi als Pastorin in Dreibergen ihren dreijährigen Probedienst angetreten, enden wird er – voraussichtlich Ende 2022. Und dann, das steht inzwischen fest, wird die Pfarrstelle in Dreibergen nicht wieder besetzt werden.

Die Hintergründe der Entscheidung haben die Pastorinnen und Pastoren der Gemeinde unserer Redaktion jetzt erläutert. Grundlage ist das vom Kirchenkreis Ammerland beschlossene Pfarrstellenverteilungskonzept mit dem die Sparmaßnahmen innerhalb der Kirche umgesetzt werden sollen.

„Die Stelle in Dreibergen wird 2022 nicht neu ausgeschrieben werden“, erläutert Pastorin Sandra Hollatz. Noch ist aber völlig unklar, welche weiteren Folgen das für die Arbeit in der Kirchengemeinde und speziell in Dreibergen haben wird. Die Corona-Beschränkungen haben eine Diskussion mit den Gemeindemitgliedern bisher unmöglich gemacht. „Unser Plan war, das in diesem Jahr zu einem Projekt zu machen. Eigentlich hatten wir vor, im Januar eine Klausurtagung mit dem Gemeindekirchenrat zu machen – die ist jetzt vorerst auf Ende März verschoben, aber auch das ist natürlich noch nicht sicher“, ergänzt Pastorin Petra Adomeit. Klar ist: Wenn über die Sparmaßnahmen innerhalb der Kirche gesprochen wird, wird auch über die Gebäude und ihre Nutzung gesprochen. Zum Thema der St.-Michael-Kirche in Dreibergen sei damit aber noch nichts gesagt, betonen die Pastorinnen und Pastoren.

Auch ob Kerstin Falaturi die Gemeinde und die Kirche in Dreibergen tatsächlich Ende 2022 verlässt, steht noch nicht endgültig fest. Der dreijährige Probedienst, der vor der Bewerbung auf eine feste Pfarrstelle absolviert werden muss, kann bei Bedarf auch verlängert werden, angesichts der Tatsache, dass Falaturi ihren Probedienst derzeit fast ausschließlich unter Corona-Bedingungen absolvieren musste, ist das durchaus eine Möglichkeit.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)