Bad Zwischenahn - Dass sie die Idee, das Bad Zwischenahner Stadion mit Flutlicht auszurüsten generell ablehnt, daraus hat die Wählergruppe „Die Zwischenahner“ nie einen Hehl gemacht. Generell zu teuer sei das Stadion und ein Flutlicht könne zu Konflikten mit Anliegern führen. Das Angebot der GVO-Versicherung, die Anlage mit zu finanzieren, betrachte seine Fraktion als unzulässige Einmischung in die Politik, sagte der Fraktionsvorsitzende Diethard Dehnert, in einem Gespräch mit unserer Redaktion, nachdem das Angebot zum ersten Mal diskutiert wurde. Seine Fraktion habe deshalb das Gespräch mit dem GVO-Vorstandsvorsitzenden Gernold Lengert gesucht. Haben die „Zwischenahner“ dabei versucht, Lengert von der geplanten Spende abzubringen und dabei auch gedroht, dass die GVO die Unterstützung der „Zwischenahner“ für zukünftige Projekte verlieren könnte? So deutete es Dehnert im ersten Gespräch an und so hat es auch Lengert wahrgenommen. „Es wurde sehr deutlich gesagt, dass die Politik in Bad Zwischenahn der GVO bei ihrem geplanten Umzug bisher immer sehr entgegen gekommen sei, dass sich das aber auch ändern könnte. Ich war davon schon ziemlich überrascht“, sagt der GVO-Vorstand. Er könnte nicht verstehen, wie man eine Spende als Einmischung in die Politik verstehen könne. „Wir wollen zur nachhaltigen Entwicklung dieser Sportstätte beitragen“, so Lengert.
Dabei habe er natürlich auch den Hintergedanken, dass die Mitarbeiter seines Unternehmens diese Sportstätte nutzen könnten, wenn die Firmenzentrale und Wohnungen in der Nachbarschaft fertig sind. Und Lengert machte auch klar, dass er nicht bereit sei, lange zu warten. „Sonst müsste ich mir überlegen, wie ich auf unserem Gelände etwas für die Work-Life-Balance tun kann.“
Erneut auf das Gespräch mit Lengert angesprochen, stellte Diethard Dehnert die Unterhaltung am Dienstag anders dar. Es habe keinen Druck oder Drohungen gegeben, sagte er jetzt, vielmehr hätten er und Jan Hullmann vorgeschlagen, die GVO könnte das Stadion statt mit einem Flutlicht auch anders aufwerten – oder mit der Spende abwarten, bis es ein fertiges Konzept gebe. So erinnere auch er sich an die Unterhaltung, sagte Jan Hullmann am Dienstag.
Druck auf das Unternehmen auszuüben wäre mit ihm nicht machbar und er sehe auch die Entscheidung zum Flutlicht sportlich.
