Bad Zwischenahn - Seit Kurzem ist der Kurort um eine kulturelle Attraktion reicher. Im Ortskern Bad Zwischenahns führen an zehn Standorten historische Ansichten in die Vergangenheit und zeigen das frühere Gesicht des Ortes und seine Entwicklung.
Fantasie ist gefragt
Teils liegen die Veränderungen nur einige Jahre oder Jahrzehnte zurück, teils gehen die Entwicklungslinien bis in das 19. Jahrhundert hinein. An einigen Standorten lässt sich „Altes“ wiederentdecken, bei anderen Plätzen ist aber auch Fantasie gefragt, da sie sich vollständig gewandelt haben.
Die Idee zu diesem Projekt wurde im Gemeinderat geboren und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Unter Federführung des Amtes für Bildung, Familie, Kultur und Sport erarbeitete ein Arbeitskreis mit Vertretern aus den Reihen der Gästeführerinnen und Gästeführer und des Gemeindearchivs ein Konzept für zehn historische Fototafeln im Ortskern. „Sollte das Projekt erfolgreich sein, sind in Zukunft weitere Tafeln auch über den Ortskern hinaus denkbar“, erklärt Sabine Krüger, zuständige Sachbearbeiterin für Kultur.
Die Tafeln können einzeln entdeckt oder bei einem Rundgang abgegangen werden. Die Reihenfolge ist dabei unerheblich. Ein QR-Code auf den Tafeln führt auf die Gemeinde-Homepage. Dort gibt es einen Überblick über alle Standorte und Themen. Ergänzendes Bildmaterial rundet die historische Entdeckungsreise ab.
Projekt wächst weiter
Dabei handelt es sich um ein wachsendes Projekt. „Geeignete Fotos oder Ansichtskarten, die noch bei jemandem zu Hause schlummern, werden gerne eingefügt“, lädt Katrin Eden vom Gemeindearchiv zur Mitwirkung ein.
Gerne habe sie das Projekt bearbeitet, meint die Archivleiterin. „Das war eine gute Gelegenheit, unser 20-jähriges Bestehen trotz Corona zu begehen. So können wir den Bürgerinnen und Bürgern historisches Futter liefern und auf unser Archiv aufmerksam machen“, findet Eden.
Eine Jubiläumsveranstaltung von Bibliothek und Archiv hatte im letzten Jahr wegen der Infektionslage nicht stattfinden können.
