Bad Zwischenahn - Der Gebäudetausch von Oberschule Bad Zwischenahn und Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht ist zwar bereits vollzogen, war aber trotzdem noch einmal Thema in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Gemeinde.

Besonders der Wunsch des Gymnasiums, zwei Technikräume und zwei Küchen in Fachräume für Biologie und Physik umzubauen, sorgte für Diskussionen. Die Gemeinde rechnet für den Umbau der Räume mit Kosten in Höhe von 550 000 Euro und hatte vorgeschlagen, die Beratung über den Umbau bei den Haushaltsberatungen im Herbst anzugehen.

Besonders die SPD kritisierte, dass die Politik mit dem vollendeten Umzug vor vollendete Tatsachen gestellt werde und verlangte genauere Berechnungen zu den Kosten. Angesichts der durch die Corona-Krise unsicheren Haushalte für die kommenden Jahre taten sich die Sozialdemokraten schwer mit einer Vorentscheidung.

Klaus Friedrich, Schulleiter am Gymnasium, betonte, für eine Nutzung des früheren Hautpschulgebäudes seien die Fachräume für Physik und Biologie unbedingt nötig – im übrigen habe die Schulleitung schon vor der letzten Kommunalwahl Bedarf an zusätzlichen Fachräumen angemeldet – lange bevor über einen Umzug der Oberstufe in das Hauptschulgebäude nachgedacht worden sei.

Die Frage von Gunda Bruns (ÖDP), ob es nicht voreilig sei, die Lehrküchen und Technikräume am Schulzentrum aufzugeben beantworteten neben Klaus Friedrich auch Oberschul-Direktor Jürgen Boy negativ. Für die Bedeutung der praktischen Berufsorientierung im Stundenplan der Oberschule reiche die Ausstattung im Hauptgebäude der Oberschule aus. Friedrich erklärte, er persönlich wäre zwar froh über eine Lehrküche, gebraucht würden aber die Fachräume. Und da liege es nahe, die Küche mit Gasanschluss und die Technikräume mit ausreichenden Stromanschlüssen für Biologie und Physik umzurüsten. Die Ausstattung mit Geräten würde im Übrigen die Schule aus ihrem Budget übernehmen. Ihm sei klar, dass der Umbau nicht sofort kommen werde, mittelfristig sei er aber nötig.

Selbst zu dieser Zusage wollte sich die Politik aber nicht verpflichten lasten.

Auch Bürgermeister Arno Schilling dämpfte die Erwartungen des Schulleiters: „Wir wissen nicht, vor welchen Haushaltsbedingungen wir in Zukunft stehen“, sagte er. Insgesamt biete das Schulzentrum kurze Wege. Lösungen bei der Suche nach Räumen würden möglicherweise auch künftig im ganzen Schulzentrum – also auch im Hauptgebäude der Oberschule gesucht werden müssen.

Die Nutzung des ehemaligen Hauptschulgebäudes durch das Gymnasium führte auch dazu, dass die Oberschule künftig ihr Hauptgebäude für sich hat. Bisher hatte das Gymnasium zahlreiche Räume dort genutzt, die Oberschüler waren auf zwei Gebäude verteilt. Die Oberschule hatte dem Tausch auch zugestimmt, um alle Lehrer und Schüler unter einem Dach versammeln zu können.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)