Bad Zwischenahn - Ein Janosch- oder Panama-Spielplatz, Fotomotive vor dem Zwischenahner Meer, Tigerenten-Boote beim Bootsverleih, ein Erlebnispfad oder Quiz mit Stationen aus Janoschs Leben: Nachdem Bad Zwischenahn den Kinderbuchautor und Illustrator Horst Eckert, der in Bad Zwischenahn einen Teil seiner Jugend verbracht hat, lange vernachlässigt hat, wollen Politik, Verwaltung und Touristik jetzt in die Vollen gehen.
NWZ-Bericht
Vorangegangen war ein Bericht der NWZ zu Janoschs 90. Geburtstag. Vor allem die Erkenntnis, dass das Einraumhaus im Bad Zwischenahner Freilichtmuseum als Vorlage für das Haus von Tiger und Bär im Kinderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ diente, elektrisierte die Verantwortlichen.
Nachdem die Bad Zwischenahner SPD zunächst vorgeschlagen hatte, Janosch mit einer Skulptur in der Nähe des Einraumhauses zu ehren, präsentierte Ina Schuler, Marketingleiterin der Bad Zwischenahner Touristik, am Dienstag im Straßen und Verkehrsausschuss gleich eine ganze Reihe an Vorschlägen. „In dem Buch gehen der Tiger und der Bär auf die Suche nach Panama, weil sie glauben, dort das Paradies zu finden. Nach einigen erlebten Abenteuern kommen sie wieder bei ihrem Haus an, in dem Glauben, jetzt in Panama, dem schönsten Ort der Welt zu sein. Insofern steht Panama, bzw. das Einraumhaus in Bad Zwischenahn, für den schönsten Ort der Welt. Dies gilt es zu nutzen“, hieß es in der von Schuler und der Verwaltung vorbereiteten Sitzungsunterlage. Die Janosch-Figuren, erstmals in den 1970er Jahren veröffentlicht, sprächen heute sowohl Kinder wie auch Erwachsene an, so Schuler. Das Thema Janosch könnte umfassend in die Vermarktung Bad Zwischenahns aufgenommen werden und so viele weitere Gäste anlocken, hofft Schuler.
Auch Gästeführungen zum Thema Janosch seien denkbar, Musicals oder Theaterstücke, oder ein Briefkasten am Einraumhaus, in den Kinder Brief an Tiger und Bär einwerfen können und natürlich auch eine Antwort bekommen. Überprüft werden soll auch, ob die geplante Kindertagesstätte an der Eyhauser Allee nach Janosch benannt werden könne.
Frage der Lizenz
Abhängig, so Schuler, sei die Umsetzung all dieser Ideen natürlich von den Lizenzkosten die für eine Nutzung der Janosch-Figuren anfallen können. Das trieb auch Ralf Haake (CDU) und Norbert Steinhoff (FDP) um. Urheber- und Lizenzrechte müssten unbedingt geklärt werden, betonten sie. Henning Dierks (SPD) war allerdings wichtig, dass die Planungen für die neuen Attraktionen parallel zu den Verhandlungen mit den Rechteinhabern vorangetrieben werden.
Eine Umsetzung sollte möglichst schnell geschehen – in der Hoffnung, Janosch, der auf Teneriffa lebt, zu einer Einweihung persönlich einladen zu können. Da der Vorschlag der Gemeinde ohnehin vorsah, als nächsten Schritt die Realisierungsmöglichkeiten und Kosten für die verschiedenen Projekte zu ermitteln, stimmten alle Ausschussmitglieder einstimmig zu – auch wenn Edgar Autenrieb (Die Linke) anmerkte, dass die Gemeinde sich bei der Aufwertung von Spielplätzen ohne touristischen Werbeeffekt deutlich schwerer tue, Geld bereit zu stellen.
