Bad Zwischenahn - Nach der Ankündigung der Bad Zwischenahner Gemeindeverwaltung im März, sogenannte Liebesschlösser müssten von den Geländern der Aussichtsplattformen am Zwischenahner Meer entfernt werden, waren die Meinungen gespalten. Das Argument der Gemeindeverwaltung, die Schlösser führten zu Rost an den Geländern, stimme nicht, sagten die einen. Solche Schlösser sorgten in vielen anderen Orten für massive Probleme, meinten die anderen. Inzwischen sind die Schlösser weg – sie lagern vorerst in einem Karton unter dem Schreibtisch von Karl-Heinz Bischoff, dem Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes, wie dieser in der jüngsten Sitzung des Straßen- und Verkehrsausschusses berichtete.

Aber was soll künftig mit Liebesschlössern geschehen? Sie könnten einen festen und zugelassenen Platz bekommen. Die CDU hatte ebenfalls im März einen entsprechenden Antrag gestellt und Ina Schuler, Marketingleiterin der Bad Zwischenahner Touristik, stellte im Ausschuss eine Idee dazu vor.

Ein eigens angefertigtes Gestell soll künftig Liebespaaren als Platz für die Erinnerung an ihre Liebe dienen – am besten in Form eines Segels, wie es im Logo der Bad Zwischenahner Touristik zu finden ist. Schuler schlug vor, das Segel in der Nähe des Alten Kurhauses am Seeufer zu platzieren. Dort, wo viele Paare heiraten, sei der optimale Platz. Er könne auch ein Anlass für Paare sein, jedes Jahr zum Hochzeitstag zurückzukehren und nach „ihrem“ Schloss zu schauen. Bei Eheschließungen könne den Paaren sogar direkt das passende Schloss mit Gravur geschenkt werden – eventuell sogar ebenfalls in Segel-Form.

Dieser Vorschlag kam auch in der Politik gut an. Mit nur einer Gegenstimme von Edgar Autenrieb (Die Linke) empfahl der Ausschuss, dass die Bad Zwischenahner Touristik prüfen soll, wie sich die Idee umsetzen lässt. Zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2022 soll ein konkreter Kostenrahmen ermittelt werden. Das Segel wäre übrigens nicht der erste Platz für Schlösser als Erinnerung in der Gemeinde. Im Park der Gärten stehen bereits Gabionen mit Schlössern, auf denen sich die Park-Mitarbeiter verewigt haben.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)