Bad Zwischenahn - Gebäudetausch im Rekordtempo im Bad Zwischenahner Schulzentrum: Das frühere Hauptschulgebäude, bislang Nebengebäude der Oberschule Bad Zwischenahn, wird künftig vom Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht (GZE) genutzt.
„In Gespräch war die Raumsituation schon länger“, sagt Wilfried Fischer, Fachbereichsleiter Bürgerservice der Gemeinde. „Die Entwicklungen rund um Corona haben jetzt zu einer schnelleren Entscheidung geführt.“
Hintergrund des Gebäudetauschs ist unter anderem die erneute Umstellung auf das Abitur nach Klasse 13. GZE-Schulleiter Klaus Friedrich hatte bei der Gemeinde Bad Zwischenahn einen größeren Raumbedarf für den zusätzlichen Jahrgang angemeldet. Ein Anbau kam aber nicht in Frage: „Die Räume am Schulzentrum insgesamt reichen aus“, so Fischer.
Schüler trennen
Bisher hatte das Gymnasium mehrere Räume im Hauptgebäude der Oberschule genutzt. Nachdem der Unterricht jetzt in immer mehr Klassen wieder anläuft, sollen aber die Schüler beider Schulen zur Vermeidung von Infektionen konsequent getrennt werden. Das gab den Ausschlag für die Entscheidung, den eigentlich für das kommende Schuljahr angedachten Tausch der Gebäude sofort umzusetzen.
Und sofort heißt sofort: Nur einen Tag nach der Ankündigung konnten sich die Schulleiter Klaus Friedrich vom Gymnasium und Jürgen Boy von der Oberschule am Freitag davon überzeugen, dass die meisten Räume bereits leer sind. Hier sollen künftig die Oberstufenschüler des Gymnasiums unterrichtet werden, am 25. Mai soll der erste Unterricht stattfinden.
Fachräume fehlen
Auch wenn Klaus Friedrich mit der Lösung grundsätzlich zufrieden ist – einige Probleme gibt es noch. So hat das ehemalige Hauptschulgebäude zwei Werkräume und zwei Lehrküchen. Die braucht das Gymnasium nicht, dafür aber Fachräume für den Unterricht in Physik und Biologie.
Dass es mit dem dafür nötigen Umbau schnell klappt, will Wilfried Fischer aber noch nicht versprechen – gerade angesichts der unklare Haushaltslage durch die Corona-Pandemie.
„Für eine möglichst kurze Übergangszeit können die Oberstufenschüler die Räume in unserem Hauptgebäude nutzen, das bedeutet aber, dass wir für die unteren Klassen nicht immer Fachräume nutzen können“, sagt Friedrich. Im Lehrplan vorgeschriebene Experimente könnten die Schüler aber nur in diesen Fachräumen machen.
Zudem bedeute der Wechsel vom neuen Oberstufen- zum Hauptgebäude immer einen Zeitverlust für Lehrer und Schüler, eine langfristige Lösung könne das nicht sein.
Alle Klassen zusammen
Überwiegend zufrieden mit der Tausch-Lösung ist Jürgen Boy. „Natürlich fällt es nicht leicht, so ein Gebäude abzugeben“ sagt er. Die Alternative wäre aber gewesen, noch mehr Räume als bisher im Hauptgebäude an das Gymnasium zu geben. „Dann wäre unser Hauptgebäude schon fast zum Nebengebäude geworden.“ Jetzt kann die Oberschule alle Klassen in einem Gebäude unterbringen.
