Westerstede - In einigen Westersteder Dörfern werden in absehbarer Zeit neue Bauplätze entstehen. Das wurde am Dienstagabend in der Bauausschusssitzung noch einmal deutlich. Während die Pläne in Halsbek teilweise schon sehr konkret sind und ein Verfahren in Garnholt ins Laufen gebracht wurde, steht ein Projekt in Hollriede noch in den Startlöchern.
Dass es in Halsbek neue Bauplätze geben soll, steht schon länger fest. Zum einen in der Ortsmitte auf dem ehemaligen Gelände der Firma Coldewey, die vor einiger Zeit ihren Firmensitz in Richtung Friesland verändert hat. Nun sollen auf der früheren Betriebsfläche mehrere Wohnungen und Häuser entstehen. Hier wurde in früheren Ausschüssen schon intensiv diskutiert, nun gab es noch kleinere Anpassungen, beispielsweise bei der maximalen Traufhöhe zur Straßenseite. Hier ist die Planung aber nun schon konkret und der Vorentwurf wurde einstimmig seitens der Politik beschlossen.
Neuer Anlauf
Nicht ganz unkompliziert ging es mit dem Baugebiet Halsbek-Ost weiter. Hier soll im Bereich der Straße Osterende ein Baugebiet entstehen, es gab jedoch einen formellen Fehler. Deshalb muss das Verfahren sozusagen neu angestoßen werden, aber auch hier ist in absehbarer Zeit damit zu rechnen, dass sich das Dorf Halsbek an dieser Stelle vergrößert.
Bauliche Entwicklungen wird es in der nächsten Zeit auch in Garnholt geben. Hier war die Freude im Ausschuss besonders groß. Nach langer Suche wurde „endlich“ eine geeignete Fläche für eine Weiterentwicklung gefunden. Auf einer Fläche am Garnholter Damm, neben der Einmündung Schoolpadd, sollen sieben Baugrundstücke entstehen. Hier machte unter anderem Holger Cording (CDU) deutlich, wie wichtig diese Entwicklung für das Dorf ist. „Das ist wichtig für die Strukturen im Dorf. Wir müssen Möglichkeiten schaffen, dass junge Leute bleiben können“, sagte er. Unterstützt wurde er dabei von Heino Hots: „Junge Familien sollen im Dorf bleiben. So gibt es Mitglieder für die Vereine und Feuerwehren. Das ist unwahrscheinlich wichtig“, sagte der CDU-Politiker. In diesem Bereich fasste die Politik den Aufstellungsbeschluss – das bedeutet letztendlich, dass sich nun auf den Weg gemacht wird und feststeht, dass dort etwas passieren soll.
In den Startlöchern
Noch in den Startlöchern steht ein Projekt in Hollriede. Hier soll es möglicherweise neue Bauplätze auf einer freien Fläche am Wollgrasweg geben. Der Ortsbürgerverein stellte einen entsprechenden Antrag. Die Politik beauftragte die Verwaltung damit, die Möglichkeiten zu prüfen und Kontakt mit dem Verein aufzunehmen.
Die betroffenen Flächen sind bereits Eigentum der Westersteder Stadtentwicklungsgesellschaft. Dass es hier also zu großen Hürden in der Bauplanung kommt, davon ist nicht auszugehen. Die besten Chancen auf die Baugrundstücke auf den Dörfern haben übrigens die Menschen, die vor Ort leben.
Das teilte Stefan Hots aus dem Bauamt auf Anfrage noch einmal mit. Es gibt einen sogenannten Kriterienkatalog, nach dem Grundstücke vergeben werden. Ein Erstzugriffsrecht gibt es hier für die Dorfbevölkerung.
