Halsbek/Ofen/Westerholtsfelde - Im Landkreis Ammerland sind in diesem Jahr zwei größere Baustellen an Kreisstraßen geplant. Betroffen davon sind die Kreisstraße 137 zwischen Ofen und Westerholtsfelde und die Kreisstraße 115 in Halsbek. Die gute Nachricht: Der Landkreis muss die Kosten nicht allein tragen. Wie der Ammerländer Landtagsabgeordnete Björn Meyer (SPD) kürzlich nämlich mitteilte, wird das Land Niedersachsen die Maßnahmen fördern.
Umleitungen geplant
Die konkreteren Planungen liegen für die Kreisstraße 137 vor. Zwischen dem Knotenpunkt der K 137 und der K 295 in Westerholtsfelde soll eine Grunderneuerung auf einer Distanz von 2,66 Kilometern bis zum Kreisverkehr kurz vor Ofen erfolgen, wie die Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilte. „Der Ausführungsbeginn steht noch nicht fest, nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass mit den Arbeiten in den Sommerferien begonnen wird“, heißt es in der Antwort des Kreises. Die Arbeitsschritte sind schon bekannt: Zunächst solle die Asphaltschicht gefräst und schadstoffbelastetes Material fachgerecht entsorgt werden. Danach erfolge ein Profilausgleich mithilfe einer Schottertragschicht, worauf dann mit neuem Asphalt die Trag- und Deckschicht wieder zu einem neuen Fahrbahnbelag hergestellt werde.
Die Bauarbeiten werden auch Auswirkungen auf den Verkehr haben. Die geplante Umleitung aus Oldenburg kommend soll über den Kreisverkehr in Ofen in Richtung Bloh führen. Anschließend geht es über Petersfehn nach Kayhausen, hier führt die Strecke dann auf die L 815 (Oldenburger Straße). Aus Bad Zwischenahn kommend soll die Umleitung in umgekehrter Reihenfolge eingerichtet werden. Doch auch hier ist noch nicht alles ganz entschieden. Die Umleitungsstrecke müsse final mit der Gemeinde Bad Zwischenahn, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie mit der Autobahn GmbH abgestimmt werden.
Geld vom Land
Die Baustelle in Halsbek ist noch in der Planungsphase. Hier soll über die Halsbäke ein Brückenersatzbau erfolgen. Bedeutet: Die vorhandene Brücke wird ersetzt. Im zweiten Quartal des Jahres soll die Maßnahme ausgeschrieben werden, teilt der Kreis mit. „Die Ausführung ist ebenfalls für die Sommerferien vorgesehen. Die Umleitungsstrecke wird noch mit der Verkehrsbehörde abgestimmt“, heißt es.
Finanzielle Unterstützung für die Projekte kommt aus Hannover. Das Jahresbauprogramm 2024 aus dem sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz für den kommunalen Straßenbau wurde freigegeben. 73 Projekte im ganzen Land werden dadurch gefördert, teilt Björn Meyer mit. „Ich freue mich, dass im Ammerland gleich zwei Projekte zum Zuge kommen. Gerade wegen der noch nachwirkenden Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise ist diese wichtige Unterstützung des Landes in gewohnter Höhe nicht nur für das Ammerland, sondern für alle Landkreise, Städte und Gemeinden ein starkes Signal“, so Meyer. Mit der Freigabe des Jahresbauprogramms könne das Ammerland die Gesamtinvestitionen in das kommunale Straßennetz in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro mit einer Landesförderung von etwa 60 Prozent umsetzen.
