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Beachclub Nethen Sommer, Sonne, voller Strand – wirklich?

Nethen - Sommer, Sonne, voller Strand. Wirklich? Die heißen Temperaturen lockten die Menschen am vergangenen Wochenende auch in den Beachclub Nethen. Dessen Betreiber sahen sich in den sozialen Netzwerken daraufhin mit dem Vorwurf konfrontiert, sie würden ohne Begrenzung Gäste auf das Gelände lassen. In Zeiten der Corona-Pandemie wäre das nicht erlaubt. Unsere Redaktion hat mit den Verantwortlichen des Beachclubs und den zuständigen Behörden gesprochen.

Die Betreiber

„Unsere Gäste sehen den Strand nur aus der seitlichen Perspektive“, berichtet Florian Zängler, einer der Geschäftsführer des Clubs. Werden solche Bilder dann im Internet gepostet, könne schnell ein falscher Eindruck entstehen. Und Besucher könnten ein ungutes Gefühl haben.

So gelingt der Badespaß im Beachclub

Tickets für den Beachclub können ab sofort im Internet gekauft werden. Der Strandbesuch kostet für Erwachsene fünf Euro, für Kinder vier Euro – egal, ob das Ticket online oder vor Ort gekauft wird. Die Betreiber des Clubs empfehlen, das Ticket vorab online zu kaufen. Die Corona-Dokumentationspflicht ist dann gleich enthalten.

Der Zutritt zum Gelände ist über zwei Fastlanes (mit Online-Ticket), eine große Tageskasse sowie einen Eingang für Jahreskarteninhaber und Besucher des Hundestrands möglich.

Ein Mund-/Nasenschutz ist in allen Gebäuden und in den Kassenbereichen zu tragen. Außerdem ist der Mindestabstand von mindestens 1,50 Meter zu anderen Menschen einzuhalten.

„Wir betrachten das Geschehen auf dem Gelände deshalb regelmäßig von oben und machen mit einer Drohne Aufnahmen“, erläutert Zängler. Genau diese Bilder aus der Vogelperspektive stellten die Betreiber des Beachclubs am Wochenende in den sozialen Netzwerken jenen aus der Besucherperspektive gegenüber.

„Wir haben feste Vorgaben, was wir dürfen und was nicht“, schrieben die Verantwortlichen am Wochenende und baten darum: „Bitte erspart euch und uns wilde Gerüchte.“

Auf dem rund 14 500 Quadratmeter großen Gelände seien gemäß der behördlichen Vorgaben bis zu 4500 Besucher erlaubt. „Wir haben uns aber auf 3500 beschränkt“, sagt Zängler. Nach den jüngsten Erfahrungen wolle man jetzt auf 3000 Gäste runtergehen.

Die Besucher

Der Besucheransturm am Wochenende hatte insbesondere beim Parken und in den Warteschlangen vor den Kassen Probleme bereitet. „Ich fand es heute ganz schlimm, gar nicht organisiert“, kommentierte am Sonntag eine Nutzerin bei Facebook. Eine andere Nutzerin schrieb hingegen: „Ich habe mich absolut wohl gefühlt und konnte nichts Negatives feststellen.“ Gelobt wurde auch, dass das Beachclub-Team schnell und flexibel bei Problemen reagiere.

Zängler berichtete, dass weitere Parkplatzflächen geschaffen wurden. Die Freiwillige Feuerwehr Hahn habe zudem am Wochenende beim Lenken des Verkehrs unterstützt. Um die Situation in den Warteschlangen zu regulieren, seien außerdem täglich mehr als 20 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes im Einsatz.

Die Behörden

Aus Sicht des Landkreises müsse im Beachclub stärker auf die Einhaltung der Abstände im Eingangs- und im Strandbereich sowie auf das korrekte Tragen des Mund-Nasen-Schutzes geachtet werden, sagt Kosima Leonhard, stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes. Das bestehende Hygienekonzept müsse daher umgehend angepasst werden. Hier stehe der Landkreis im Austausch mit den Betreibern des Clubs. Es werde zudem eine regelmäßige Überwachung insbesondere während der Besuchsspitzen erfolgen. Grundsätzlich werde das bestehende Konzept aber eingehalten, auch Personal werde ausreichend eingesetzt.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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