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Tipp für den heimischen Garten Rasteder Jugendliche schaffen aus Totholz neuen Lebensraum

Legten in Delfshausen eine Benjeshecke an: die Falkenaugen vom Hegering Rastede Nord.

Legten in Delfshausen eine Benjeshecke an: die Falkenaugen vom Hegering Rastede Nord.

Hegering

Delfshausen - Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord hat im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Delfshausen eine Benjeshecke angelegt. Die Gruppe hatte bereits Anfang 2020 eine solche Totholzhecke auf dem Grundstück von Jäger Jürgen Klockgether errichtet.

Eine Benjeshecke besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen, erläutert Hegeringleiter Lutz Wemken. Der Name geht auf die Brüder Hermann und Heinrich Benjes zurück. Die begeisterten Naturfreunde und Landschaftsgärtner machten sich Gedanken über die sinnvolle Nutzung von Abfällen aus dem Gehölzschnitt. Das Ergebnis ist die aus Naturschutzsicht wertvolle lockere Anhäufung von Grünabfällen, die durch im Boden eingebrachte Pfosten befestigt werden und dadurch einen stabilen Wall bilden. Der dadurch entstehende Sichtschutz ist nicht nur kostengünstig, sondern entwickelt nach kurzer Zeit ein spannendes Eigenleben, so Wemken.

Viele Vogelarten

Die angelegte Hecke bietet für zahlreiche Vogelarten wie beispielsweise Amsel, Zaunkönig und Rotkelchen einen geschützten Bereich, den diese als Nistmöglichkeit annehmen. Auch kleine Säuger wie Igel und Siebenschläfer sowie kleine Reptilien wie die Zauneidechse, Amphibien wie die Erdkröte oder Insekten wie Wildbienen beziehen die Benjeshecke gern und sorgen als Nützlinge für einen schädlingsfreien Garten, führt der Hegeringleiter aus.

Doch das Totholz bietet nicht nur Lebensraum, es bringt auch selbst wieder Leben hervor. Während das Holz langsam verrottet, sammeln sich dort auch Pflanzensamen, die keimen und das lockere Gehölz durchdringen. So entsteht mit der Zeit aus dem lockeren Wall eine stabile, lebende Hecke. Durch das Einbringen von Blühpflanzen lässt sich nicht nur die Artenvielfalt erhöhen, sondern auch optisch ein schöner Blickfang erzeugen, schildert Wemken.

Artenvielfalt fördern

Für die gut 60 Meter lange Hecke verwendeten die Jugendlichen 80 Pfähle, die aus toten – aber noch kernigen – Fichten einer Fichtenkultur gesägt wurden. Die Pfähle wurden in zwei Reihen versetzt in einem Abstand von rund 1,5 Meter in den Boden eingelassen. Das aufgehäufte Totholz kam von einer benachbarten Weidenhecke, die ohnehin zurückgeschnitten werden musste.

„Die Jugendlichen hatten wieder sehr viel Spaß bei der Errichtung der Benjeshecke. Diese Art von Totholzhecken eignen sich auch zur Anlage im heimischen Garten und fördern dort die Artenvielfalt“, sagt Wemken.

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