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Bilanz der Ammerländer Versicherung Mit Fahrrad-Vollkasko gut im Tritt

Westerstede - Trotz Corona hat die Ammerländer Versicherung ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr erlebt. Das geht aus einer Mitteilung des Westersteder Unternehmens hervor.

Gewinn gesteigert

Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 17,1 Prozent auf rund 64,45 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern fiel mit 4,78 Millionen um fast 900 000 Euro höher aus als 2019.

Vorstandsvorsitzender Axel Eilers betonte: „Wir verfügen auch weiterhin über die Basis, um aus eigener Kraft zu wachsen und ein konzernunabhängiger Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu bleiben.“

Auch die Mitgliederzahl stieg um 16,71 Prozent auf 734 869. Die Hausratversicherung ist nach wie vor die stärkste Säule. Sie macht zwei Drittel des Beitragsvolumens aus. Hier gab es ein Plus von 10,81 Prozent.

Boom bei neuer Sparte

Zweitstärkste Sparte ist die noch recht junge und boomende Fahrrad-Vollkasko. Sie macht bereits einen Anteil von 15 Prozent des Beitragsvolumens aus (im Vorjahr waren es nur rund zehn). Trotz der gestiegenen Schadenquote erzielte diese Sparte mit rund 1,65 Millionen Euro ein positives Ergebnis. Auf Platz drei folgt die Unfallversicherung.

„Angesichts der äußeren Umstände haben sich die Menschen auf das besonnen, was ihnen Halt gibt. Dazu gehört das Zuhause oder auch die Auszeit mit dem Rad“, sagt Vertriebsvorstand Gerold Saathoff, der von einem weiteren Wachstum bei der Fahrradversicherung in 2021 ausgeht. Außerdem setzt man auf innovative Produkte im Bereich Camping.

Anbau für 3,5 Millionen Euro

Die Zahl der Schadenfälle stieg um fast 8000 auf mehr als 36 000. Der Zuwachs fiel höher aus als im Vorjahr. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 3,35 Millionen Euro (rund 15 Prozent) auf rund 25,9 Millionen. Die Brutto-Schadenquote sank leicht auf 42,04 Prozent.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 147 (plus 15 gegenüber 2019). Im Zuge von Corona ist ein Großteil des Teams schon ab dem ersten Lockdown zum mobilen Arbeiten übergegangen. Anders als andere Unternehmen kam die Ammerländer Versicherung auch ohne Kurzarbeit durch die Corona-Krise.

Gleichwohl wurde 2020 mit der Erweiterung des Firmengebäudes am Orchideenkamp begonnen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 3,5 Millionen Euro. Es entstehen Büro- und Besprechungs- sowie Aufenthaltsräume für bis zu 70 Mitarbeiter.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland
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