• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Abenteuer am anderen Ende der Welt

03.01.2015

Husbäke /Edewecht Rund 30 Stunden sind sie unterwegs. Dann wartet auf der anderen (südlichen) Halbkugel der Erde ein großes Abenteuer auf Nils Harries (20) und Kai Jasper (23). Die Edewechter steigen am Dienstag, 6. Januar, in den Flieger, um über Hamburg, Dubai und Sydney nach Neuseeland zu reisen, wo sie am 7. Januar in Auckland landen. Auf der Nordinsel des Inselstaats im Südpazifik werden die beiden Fachkräfte für Agrarservice ein dreimonatiges Praktikum beim Agrar-Lohnunternehmen John Austin Ltd. in Te Awamutu absolvieren. „Wir freuen uns schon sehr auf Neuseeland und die tolle Landschaft“, betonen die beiden Kollegen, die sich seit der Schulzeit kennen und gemeinsam die Berufsbildende Schule – die Deula in Westerstede – besucht haben. Für beide ist es der erste Langstreckenflug.

Rundreise vor Praktikum

Im April fiel die Entscheidung für das Auslandpraktikum in Neuseeland – kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung. „Wir wollen unseren Horizont erweitern“, sagen die Edewechter. Kai, der sein Praktikum erst in Kanada geplant hatte, sprang für einen von Flugangst geplagten Kollegen von Nils ein. Die jungen Männer wandten sich an den Bundesverband Lohnunternehmen, der ihnen über den Bauernverband die Auslandspraktikumsplätze vermittelte.

Seit Juli arbeiten Nils Harries und Kai Jasper nach dem Ende ihrer Ausbildung beim Landtechnischen Lohnunternehmen Harries in Husbäke, das Nils’ Eltern, Marlene und Peter Harries, führen. Zum Abschluss ihrer Ausbildung belegten die beiden Edewechter im niedersächsischen Schulvergleich den ersten (Nils) und zweiten Platz (Kai). Beim folgenden Bundesberufswettkampf in Iden (Sachsen-Anhalt) der Agrarservice-Fachkräfte kamen Kai und Nils auf Rang acht und neun.

Bevor Nils Harries und Kai Jasper in Neuseeland mit der Arbeit beginnen, wollen sie sich nach ihrer Ankunft in Auckland einen Camper mieten und für drei Wochen (plus eine Woche nach Ende des Praktikums) das Land erkunden. „Wir wollen die Bay of Islands auf der Nordinsel abfahren und dann weiter bis zur Spitze der Südinsel fahren“, erzählen sie. „Ich bin großer Fan der Herr der Ringe- und Hobbit-Filme und möchte unbedingt die Drehorte besichtigen“, sagt Kai, der auch ausgebildeter Landmaschinenmechaniker ist. Auf die Unberührtheit der Natur, die Weite und die landschaftliche und tierische Vielfalt seien sie sehr gespannt.

Wenn Nils und Kai ihr bezahltes Praktikum in gut dreieinhalb Wochen beginnen, fängt in Neuseeland gerade die Maisernte an. Gearbeitet wird in einer Tag- und Nachtschicht – gute 12 bis 18 Stunden. „Doch das ist in Deutschland nicht anders“, wissen die Edewechter. Schwere Landmaschinen wie Schlepper, Häcksler oder auch Silagewagen werden sie fahren. Zu ihren Aufgaben werden unter anderem das Häckseln von Mais, der Abtransport und das Einsilieren, aber auch das Prüfen der Maschinen, Wartung und Reparatur gehören.

Kultur kennenlernen

„Berufskollegen, die im vergangenen Jahr dort waren, haben uns empfohlen, bei der Arbeit immer unser Handy mit Navigationsfunktion dabei zu haben, da man auf dem großen Gelände sonst die Orientierung verlieren könnte“, lacht Nils.

Gemeinsam mit rund 30 Festangestellten und etwa 40 Praktikanten/Aushilfen aus aller Welt werden sie im Einsatz sein und auch auf dem Areal wohnen. Über die Verständigung machen sich die beiden keine großen Sorgen. „Am Anfang werden wir uns wohl mit Händen und Füßen verständigen. Wir wollen die Sprache und die Kultur richtig kennenlernen“, meint Nils. „Man hat einfach keine andere Wahl, als Englisch zu sprechen. Da kommt man dann schon rein. Erstmal muss es mit dem Schulenglisch gehen“, ergänzt Kai. Von deutschen Ex-Praktikanten hätten sie erfahren, „dass die Neuseeländer eine ganz andere Arbeits- und Lebensmoral an den Tag legen. Sie sind sehr entspannt und gastfreundlich. Da sitzt man schon mal abends am Lagerfeuer zusammen. Der Chef lädt seine Praktikanten gerne auch zum Jet­skifahren auf seinem eigenen See ein.“ Zugleich lege das Unternehmen viel Wert auf Benehmen und großen Arbeitsstolz.

„Das ist eine Reise und Erfahrung, die man wahrscheinlich nur einmal im Leben macht“, freuen sich Nils Harries und Kai Jasper. Zurück in Deutschland (im Mai) streben sie den Meisterkursus im Winter an – sicherlich mit großem Fernweh.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2083
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.