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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Auszeichnung: ALS für vorbildliche Friedensarbeit geehrt

20.01.2015
NWZonline.de NWZonline 2015-07-20T14:07:46Z 280 158

Auszeichnung:
ALS für vorbildliche Friedensarbeit geehrt

Edewecht/Hannover „Das war wirklich ein tolles Erlebnis“, freute sich Dr. Arend Lüschen, Leiter der Edewechter Astrid-Lindgren-Schule (ALS). „Unsere Edewechter Delegation wurde im Gästehaus der Niedersächsischen Landesregierung empfangen, Kultusministerin Frauke Heiligenstadt ehrte unsere Schule und durch die gesamte Veranstaltung wurde deutlich, dass die niedersächsische Landesregierung sehr viel Wert auf die Themen Frieden und Völkerverständigung legt. Diese Auszeichnung ist für uns Ansporn für weitere Projekte und die drei Schüler, die mit nach Hannover kamen, gehören zu jener Arbeitsgemeinschaft, die bereits ein neues Projekt absolviert.“

Vorbildliche Arbeit

Eine Bestätigung für vorbildliches Engagement erhielt die Astrid-Lindgren-Schule am Montag einmal mehr in Hannover: Die Edewechter Förderschule gewann den mit 400 Euro dotierten dritten Preis des Niedersächsischen Schülerfriedenspreises 2014. Kultusministerin Heiligenstadt hatte insgesamt fünf Schulen mit Urkunden sowie Sach- und Geldpreisen ausgezeichnet und darauf verwiesen, dass diese Schulen die Jury des Kultusministeriums mit Projekten beeindruckt hätten, die sich auf unterschiedliche Weise sehr ernsthaft und kreativ mit den Themen Frieden und Völkerverständigung beschäftigt hätten. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Ereignisse freue sie sich, dass „unsere Schulen auch auf diese Weise deutliche Zeichen für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben setzen.“

Ausgezeichnet worden war die ALS für einen „besonderen Ortsrundgang durch Edewecht“. Im Schuljahr 2013/2014 hatten die damaligen Zehntklässler Alexandra, Miriam, Michelle, Tom, Kevin, Dan, Andrè, Niklas und Hannes aus dem Förderschwerpunkt Lernen unter Leitung der Förderschullehrkräfte Wiebke Meyer und Andreas Thaler das Projekt absolviert. Unterstützt wurden sie dabei durch den Bildungsreferenten Marco Wingert vom Volksbund Kriegsgräber und die Edewechter (Kriegsbuch-)Autorin Almut Suntay. Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft „Unesco-Projektschule“ war es, den Schülern einen Einblick in frühere Zeiten zu geben und ihnen damit einen Vergleich zwischen dem damaligen und heutigen Edewecht zu ermöglichen. Die so entstandene Dokumentation, die den auch heute noch über die Schule buchbaren Ortsrundgang beschreibt, beinhaltet unter anderem Wissenswertes über den Grubenhof, dem Ehrenfriedhof, Joostens Mühle, der St. Nikolai-Kirche, das Rathaus, den Marktplatz und die Kleinbahn. Besonders beeindruckt waren die Schüler durch die Schicksale junger Gefallener auf dem Ehrenfriedhof, die gleichaltrig oder kaum älter als ALS-Schüler im Zweiten Weltkrieg starben. Durch den Vergleich des Lebens damals und heute erkannten die Jugendlichen, wie wertvoll eine langanhaltende, nachhaltige, friedliche Entwicklung ist.

Neues Projekt

Schülerinnen und Schüler, die an dem Edewechter Erfolgsprojekt beteiligt waren, nahmen nicht an der Ehrung in Hannover teil. Stattdessen waren die jetzigen Zehntklässler Jenny Zerm, Sebastian Kaiser und Ton Sinlapachai (10 H, Förderbereich Lernen) sowie ihre Klassenlehrerin Hilke Baumann dabei. Das Schülertrio gehört zu der in diesem Schuljahr an der ALS stattfindenden Arbeitsgemeinschaft „Unesco-Projektschule“ und recherchiert und arbeitet am Thema „Jugend früher – Jugend heute“.

Zur Edewechter Delegation, die in Hannover war, gehörten ferner die Edewechter Autorin Almut Suntay, Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch sowie die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Bürgerservice und Soziales im Edewechter Rathaus, Petra Knetemann.