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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

Ortsentwicklung: Alte Volksschule sucht neuen Besitzer

21.11.2013

Neusüdende Der ehemalige Kindergarten in Neusüdende steht zum Verkauf. „Wir brauchen das Gebäude nicht mehr“, sagt Rastedes Pressesprecher Ralf Kobbe auf Nachfrage der NWZ . Im Herbst 2010 war der Kindergarten in einen Neubau an der Feldbreite in Rastede umgezogen.

Zwischenzeitlich hatte die Gemeinde das Gebäude an einen Internet-Pflanzenhändler verpachtet. Seit Juni steht es wieder leer und soll jetzt veräußert werden. „Es gibt schon mehrere Interessenten“, sagt Kobbe.

Das Gebäude an der Ecke Metjendorfer Straße/Neusüdender Straße hat eine lange Geschichte. 1877 war es als Schulgebäude in der noch jungen Bauerschaft Neusüdende errichtet worden. 60 Jahre zuvor war Neusüdende auf Anregung des Hofgärtners Christian Ludwig Bosse entstanden, schreibt Gemeindearchivarin Margarethe Pauly in dem Buch „Die Straßennamen der Gemeinde Rastede – 2. Teil“.

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Damals waren Schnieder­husen, Strehlsfelde, Südenderfeld und Teile Südendes zusammengelegt worden. Bosse gilt als wichtigster der drei Oldenburger Hofgärtner, begründete er doch die Azaleen- und Rhododendronzucht im Ammerland. Er wurde erster Vorsteher der Bauerschaft Neusüdende und gründete dort 1817 die erste Volksschule, schreibt Margarethe Pauly weiter. Die junge Bauerschaft bestand damals aus 48 Wohnhäusern.

Erst 1826 konnte in Neusüdende in einer einklassigen Schule der Unterrichtsbetrieb aufgenommen werden. Das erste Schulgebäude entstand 1838, das zweite wurde 1877 gebaut, heißt es in dem Buch „900 Jahre Rastede“ von Hans Wichmann. Im Jahr 1880 wurde die Schule zweiklassig, ab 1950 wurde sie zeitweilig dreiklassig geführt. 1958 musste ein Teil der Schulkinder aus Neusüdende wegen Raummangels sogar nach Rastede umgeschult werden.

Im Sommer 1970 wurde die Volksschule Neusüdende geschlossen. Die Schüler wurden in die Volksschule Ras­tede-Kleibrok beziehungsweise Leuchtenburg umgeschult.

Bevor am 1. April 1972 der Kindergarten Neusüdende in der ehemaligen Volksschule eröffnete, diente das Gebäude einige Zeit als Ausweichquartier für Schüler aus Wahnbek, berichtet Kobbe. Dort wurde Anfang der 1970er Jahre die Volksschule erweitert.

Zum zehnjährigen Bestehen freute sich der Kindergarten Neusüdende noch über steigende Kinderzahlen. Im April 1982 wurden 73 Kinder betreut, heißt es in einem NWZ-Artikel zum runden Geburtstag der Einrichtung. Die damalige Leiterin Renate Dierks sorgte sich gar, ob in jenem Jahr alle Kinder aufgenommen werden könnten.

Diese Sorge bestand zuletzt nicht mehr. In den letzten Jahren des Kindergartens wurden bereits Kinder aus dem Neubaugebiet Südlich Schlosspark nach Neusüdende gebracht. Nachdem 2006 noch 77 Mädchen und Jungen die Einrichtung besuchten, waren es 2007 noch 65 und 2009 nur noch 46. Die Gemeinde beschloss, den Kindergarten zu schließen und schaffte an der Feldbreite eine neue Einrichtung mit Krippe, Hort und Kindergarten.

Bereits Anfang 2011 bot die Gemeinde den nun leerstehenden Kindergarten zum Verkauf an. Kobbe sagt, es habe auch einige Interessenten gegeben. Letztlich waren die Gebote aber wohl zu niedrig, das Gebäude wurde an einen Internet-Pflanzenhändler verpachtet – von Juni 2011 bis Mai 2013. Die Inhaberin des Geschäftes habe dann den elterlichen Betrieb übernehmen können und zog aus dem ehemaligen Kindergarten aus.

Die Gemeinde habe zwischenzeitlich auch geprüft, ob andere Nutzungen auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Grundstück möglich sind, berichtet Kobbe. Eine Wohnbebauung beispielsweise böte sich aber nicht an. Deshalb will sich die Gemeinde nun endgültig von Gebäude und Grundstück trennen – laut Exposé der Gemeindeverwaltung gegen einen zu verhandelnden Preis beziehungsweise gegen Gebot.

Frank Jacob Rastede/Wiefelstede / Redaktion Rastede
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