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NWZonline.de Region Ammerland Bildung

18 Kitas werden „fair und öko“

24.10.2019

Ammerland „Nicht lang’ schnacken, machen“ – so oder so ähnlich könnte es lauten, das Motto, nachdem jetzt der Kirchenkreis Ammerland ein ganz besonderes Pilotprojekt startet: Alle 18 evangelischen Kindergärten und Kinderkrippen sollen (weitgehend) auf öko-fairen Einkauf und eine öko-faire Beschaffung umgestellt werden. Sprich: Was nicht bio, nicht fair gehandelt ist oder zumindest nicht aus der Region stammt, kommt – im Idealfall – schlicht nicht mehr in die Kitas.

Mehr Nachhaltigkeit

Mehr Nachhaltigkeit, mehr Umweltschutz, mehr Gerechtigkeit – es sind gleich mehrere Faktoren, die die Verantwortlichen dazu trieb, dieses Pilotprojekt zu starten. Schlussendlich, so wurde im Gespräch mit Kreispfarrer Lars Dede, Jessica Frohne, Leiterin der Krippe in Apen und Sprecherin der Kita-Leiterinnen im Kirchenkreis Ammerland, Frauke Schmidt von der Fachstelle Kindergartenarbeit der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, und auch Peter Tobiassen, Leiter des Ev. Bildungswerks im Ammerland, deutlich, gehöre ein solches verantwortliches Vorgehen „zur DNA des christlichen Handelns“ für die „Bewahrung der Schöpfung“.

Unterstützung bekommt der Kirchenkreis von „Engagement Global“ aus Bonn. Die Servicestelle für Entwicklungsinitiative unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Bildungswerk bei der Umsetzung des Projekts. Dafür musste ein 46-seitiger Antrag ausgefüllt werden – „aber das war es wert“, ist Tobiassen überzeugt, der sich durch das Papier gekämpft hatte. Denn nun werden Dreiviertel der Kosten übernommen, so für die Projektbegleiter Canan Barski und Dieter Grausdies.

Diese sind für die praktische Anleitung in den Kindergärten verantwortlich. Dabei geht es auch um ganz konkrete Vorschläge, wie das Projekt erfolgreich umgesetzt werden kann. So werden Barski und Grausdies alle Kitas besuchen, um öko-fairen Einkauf zu trainieren und die Umsetzung im Alltag zu erarbeiten. Umweltverträgliche Reinigungsmittel, fair gehandelter Kaffee, eine Umstellung beim Bezug von Büroartikeln oder auch „die Aufstellung von Trinkwasserspendern als umweltfreundlichen Ersatz für Mineralwasser in PET- oder Glasflaschen“, zählt Grausdies einige Tipps und Tricks auf. All das neue Wissen soll dann, so Jessica Frohne weiter, in die Bildungsarbeit mit den Kindern fließen. Gleichzeitig sollen in Abendveranstaltungen die Eltern mitgenommen und für bewussteres Einkaufen und schonenderen Umgang mit den Ressourcen sensibilisiert werden.

Dass all das wohl nicht ohne Kostensteigerung in den Kitas einhergehen wird, ist den Verantwortlichen des Kirchenkreises bewusst. „Wir rechnen mit Mehrkosten von drei bis acht Prozent“, so Dede. Mehrausgaben auf der einen Seite hoffe man aber durch neue Einkaufstrukturen auf der anderen Seite oder auch Energieeinsparungen wieder etwas aufzufangen. Das Bildungswerk sei dafür ein gutes Beispiel. Hier, so erläuterte Tobiassen, sei bereits der Einkauf des Bürobedarfs unter dem Aspekt „öko-fair“ umgestellt worden. „Wir haben einen Anbieter gefunden, der uns einen Rabatt eingeräumt hat, so funktioniert es.“

Hürden einkalkuliert

Doch auch wenn Hürden zu nehmen sind, es in Sachen Kalkulation schwierig werden kann – „wir gehen diesen Weg“, betonte Kreispfarrer Dede. Es sei ein Pilotprojekt, aber eines, das dazu führen müsse, die öko-faire Beschaffung und den öko-fairen Einkauf in den Kindergärten fest zu verankern. Das entspreche dem christlichen Denken, dem christlichen Handeln. „Ich glaube, im nächsten halben Jahr wird ganz viel passieren“, ist Dede überzeugt. Auch was die nachhaltige Bildung betrifft. Die Reichweite ist auf jeden Fall beachtlich, schließlich halten die Einrichtungen Plätze für 1520 Kinder vor.

Ob das Projekt später auf alle anderen kirchlichen Einrichtungen erweitert wird, ließ der Kreispfarrer offen: „Wer weiß, warten wir erst einmal ab.“

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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